Ein Erklärvideo zu Gustave Flaubert

Der bekannte französische Romanautor des 19. Jahrhunderts kannte sich gut mit der Tragödie, Frankreich, der Bourgeoisie und dem Lachen aus.


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Ariadne von Schirach über ihre Liebe zu Büchern

„Books are agents of empathy. Books bring compassion.“

Ariadne von Schirach


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[Bildzitat] Unkommentiert – 2009


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„Können Kinderbücher die Welt verändern?“

Können Bücher dabei helfen aus Leser/-innen bessere Menschen zu machen? Linda Sue Park spricht darüber, wie der regelmäßige Konsum von Bücher Antworten auf Ungerechtigkeiten im Leben geben kann und wie Empathie bei Protagonisten in Büchern dazu zu mehr Engagement führt, welche einen bedeuten Beitrag im echten Leben leisten kann. Linda Sue Park ist die Autorin vieler Bücher für junge Leser, unter anderen schrieb sie „A SINGLE SHARD“ oder „A LONG WALK TO WATER“.


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Weapons of Mass Instruction

2010 wurde im Blog unter dem Titel „Ein Bücherpanzer als Instrument zur Leseförderung in Buenos Aires: „El Arma de Instrucción““ bereits ausführlich über Raúl Lemesoff‘ Panzer  berichtet. Nun, 5 Jahre später scheint Lemesoff nach wie vor an seiner Idee der „Instruktion/Bildung der Massen“ durch das Verteilen von Büchern festzuhalten und weiterhin seinen Panzer mit Büchern zu bestücken, um diese an den Mann/an die Frau zu bringen. Hierzulande hätte es ein derartiges Fahrzeug wohl schwer durch den TÜV zu kommen bzw. als ein solches für den Straßenverkehr überhaupt zugelassen zu werden. Im folgenden Video kommen Menschen zu Wort, die Lemesoff beschreiben und ihn bei seiner Arbeit zeigen, aber auch er selbst äußert sich zu seiner „Arbeit“.

Weapons of Mass Instruction: A 1979 Ford Falcon Converted in a Tank Armored with 900 Free Books from Colossal on Vimeo.

Gefunden bei: Bibliotheksvideos von J. Plieninger


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[Zitat] Unkommentiert – 1983

Books are not only the arbitrary sum of our dreams, and our memory. They also give us the model of self-transcendence. Some people think of reading only as a kind of escape: an escape from the “real” everyday world to an imaginary world, the world of books. Books are much more. They are a way of being fully human. I’m sorry to have to tell you that books are now considered an endangered species. By books, I also mean the conditions of reading that make possible literature and its soul effects. Soon, we are told, we will call up on “bookscreens” any “text” on demand, and will be able to change its appearance, ask questions of it, “interact” with it. When books become “texts” that we “interact” with according to criteria of utility, the written word will have become simply another aspect of our advertising-driven televisual reality. This is the glorious future being created, and promised to us, as something more “democratic.” Of course, it means nothing less than the death of inwardness — and of the book.“ Susan Sontag


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Wie Literatur für die menschliche Seele wirksam sein kann

Quelle: Brain Pickings


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Roboter in der Westport Public Library

„Robotics is the next disruptive technology coming into our lives and we felt it was important to make it accessible to people so they could learn about it. […] From an economic-development perspective and job- and career-development perspective, it’s so important.“ Maxine Bleiweis

Die Westport Public Library im Bundesstaat Connecticut hat vor kurzem die Roboter Nancy und Vincent für ihre Einrichtung angeschafft. Im folgenden Video wird deren Verwendungszweck durch Mitarbeiter der Bibliothek näher erläutert. Sie können gehen, sprechen und beherrschen 19 Sprachen.


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[Zitat] Unkommentiert – Entstehungsjahr unbekannt

In hard times, libraries are more important than ever. Human beings need what books give them
better than any other medium. Since ancient nights around prehistoric campfires, we have needed
myth. And heroes. And moral tales. And information about the world beyond the nearest
mountains or oceans. Today, with books and movies more expensive than ever, and television entertainment in free fall to the lowest level of stupidity, free circulating books are an absolute necessity. They are quite simply another kind of food. For those without money, the road to the treasure house of the imagination begins at the public library.“ Pete Hamill


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Warum bücherlose Bibliotheken kein alleiniges Glücksversprechen für die Zukunft sind

“It’s not a replace­ment for the (city) library sys­tem, it’s an enhancement.” Nelson Wolff

Zukunft? Die bücherlose Bibliothek„, so lautete 2010 noch die Überschrift in einem Beitrag hier im Blog. Der Bürgermeister von San Antonio macht in dem oben genannten Zitat deutlich, dass es ihm bei BiblioTech um eine bereichernde Ergänzung des restlichen Bibliothekssystems seiner Stadt ging. Selten gab es im Vorfeld ein derartiges weltweites Medienecho, dass bereits mehr als ein Jahr vor Eröffnung einsetzte. Schließlich wurde die bücherlose „Bibliothek“ BiblioTech im Herbst 2013 in SanAntonio (Texas) eröffnet. Von allen Kommentaren beeinduckte mich vor allem der von Umair Haque:

 

Er spielt dabei auf die typischen Phänomen der ideologischen Postmoderne an, wie sie Slavoj Žižek und Robert Pfaller vor allem in den westlichen Gesellschaften analysierten. Brüggemann brachte dies in einer Rezension zu Pfallers Buch „Wofür es sich zu leben lohnt“ aus dem Jahr 2011 auf den Punkt:

Wie steht es um unsere vermeintlich hedonistische Kultur, die aus lauter „Non-isms“ besteht, wie es der slowenische Philosoph Slavoj Žižek scharfzüngig formuliert hat? Kaffee ohne Koffein, Bier ohne Alkohol, Cola ohne Kalorien, Sahne ohne Fett, Sex ohne Körperkontakt. Das Paradoxe ist: mit den „Non-isms“ wird ein Glücksversprechen verkauft.

Pfaller bezeichnete diese Tatsachen als Genuss- und Erlebnisarmut. Trifft das dann nicht auch auf Bücher aus Papier zu, die haptisch besser zu genießen sind? Welche ideologische Funktion eines vermeintlichen Glücksversprechen würde Žižek der Bibliothek ohne Papier zuschreiben? Fakt ist, dass auch die Nachricht und die Tatsache, dass es in Amsterdam oder San Antonio nun Bibliotheken ohne Bücher aus Papier gibt, uns ebenso Glücksversprechen suggeriert. Nun kann die ständige Verfügbarkeit von digitalen Inhalten auf alle Fälle eine technische Errungenschaft sein, die nicht abgestritten werden kann. Aber warum muss bei der Einrichtung einer neuen Bibliothek so derart radikal vorgegangen werden? Wieso können nicht in einer Bibliothek neben den Digitallesern weiterhin die Leser der Bücher aus Papier eine Existenzberechtigung haben und nebeneinander sitzen, stehen oder sich kommunikativ annähern? Diese Glücksversprechen sind laut Pfaller ein Trugbild der Makellosigkeit und Schönheit. In John Christophers Dystopie „Die Wächter“ gelten Bücher (aus Papier) als „schmutzige, unhygienische Dinger“, als „Fallen für Bakterien“. Wenn Einrichtungen wie diese als nachzueifernder Endzustand zur Standardmeinung darstellen, werden dann irgendwann Bücher aus Papier ebenso verpönt sein und ideologisch als „unhygenisch“ betrachtet werden? Sind Einrichtungen wie BiblioTech nun die sterile technische Vollendung und der von allen  nachzueifernder Standard? Ein weiterer Vorteil, der häufig genannt wurde, ist der des Einsparpotenzials. Die ideologische Mainstreammeinung scheint in den meisten Medien zu sein, dass diese Art von Bibliothek die Zukunft sein sollte. Die Aufmerksamkeit, welche BiblioTech nun in sehr vielen Medien zuteil wurde, ist meines Erachtens übertrieben und blendet die soziologischen Faktoren aus. Wie wird sich das Kommunikationsverhalten im sozial-öffentlichen Raum dadurch verändern, wenn es nur noch „electronic devices“ gibt? Der Name BiblioTech klingt eher nach einem Science-Fiction-Film oder einer Technologiefirma, in der Maschinen die Geschmäcker und Wünsche der Menschen kanalisieren. Das Humane und die zwischenmenschliche Kommunikation in der Einrichtung Bibliothek kann einer solchen „Erneuerung“ abhanden kommen, wenn nicht auch beides im Angebot bleibt und gefördert: Sowohl Bücher aus Papier als auch E-books.

Die Berliner Neurowissenschaftlerin Maryanne Wolf hatte damals und auch heute nicht zum ersten Mal vor den Gefahren des digitalen Lesens gewarnt. Auch Alwin Schönberger zitierte in einem Artikel „Wie das Lesen unser Gehirn verändert“ aus dem Januar 2014 eine Studie, welche die Auswirkungen des Lesekonsums digital und analog untersuchte und kam zu folgenden Ergebnis:

Überdies scheinen Konzentration und Durchhaltevermögen beim Konsum elektronischer Literatur limitiert: Länger als drei bis zehn Minuten verweilt kaum jemand bei einem digitalen Text – jedenfalls im Web, spezifische Erhebungen zu E-Books stehen noch aus. Durchaus denkbar jedenfalls, dass die schier unendliche Fülle an Lesestoff, die ein digitales Gerät suggeriert, den Impuls entfacht, rasch weiterzugleiten, vielleicht gleich nebenan noch Spannendes zu finden. Geschickte Navigation und die rasche Bewältigung von Massen an Information werden dadurch nachweislich gefördert, doch die Aufmerksamkeitsspannen schrumpfen, wie eine weitere Untersuchung nahelegt: Bei dem Test ging es darum, stimmige von nicht stimmigen Begriffen zu unterscheiden. Menschen mit großer Neigung, die Freizeit am Bildschirm zu verbringen, hatten mit zunehmender Dauer des Tests Schwierigkeiten, die passende Antwort zu geben – sie ermüdeten, was gleichzeitig durchgeführte Hirnstrommessungen verrieten.

Die österreischische Germanistin Doris Schönbaß kam in Erhebungen zu dem Ergebnis, dass die traditionellen E-Book-Leser nicht jene sind, die bedrucktes Papier ablehnen. Es zeigte sich vor allem, dass diejenigen, welches das Lesen im Allgemeinen schätzen, beides nutzen. Wer Literatur für überflüssig und lästig hält, mag keines von beiden. Wie das Video aus Texas (siehe unten) noch zeigen wird, befindet sich Region von San Antonio, wo BiblioTech eröffnet wurde, wirtschaftlich gesehen in einer äußerst schlechten Verfassung. Hinzu kommt, dass 17 % der Menschen dort über keine ausreichende Lesefähigkeit verfügen. Schönbaß sieht das Ganze pragmatisch, denn solange jemand Literatur wertschätzt, sei es ihr egal, ob das nun digital oder analog ist. Ich befürworte eher eine gesunde Mischung, so dass jeder auch mit Literatur aus Papier und in elektronischer Form gleichermaßen sozialisiert werden kann. Der einzige Artikel, den ich fand, der sich tatsächlich auch kritisch mit der bücherlosen Bibliothek BiblioTech auseinanderssetzte, stammt aus dem Blog „The UBIQUITOUS LIBRARIAN“ des Chronicle of Higher Education. Darin kritisiert Brian Matthews diesen Hype und entlarvt diese Strategie der Macher von BiblioTech als Marketingtrick. Zurecht stellte Mathews folgende Bedenken an und warf die Frage vom Wert einer Bibliothek auf:

My primary concern is that this might (or already has?) create false expectations of what “all libraries” should become. It’s setting a precedent. The key issue for me is funding. Why do we need a library anymore? Let’s just build computer labs– that’s what they are doing in Texas. […] The narrative they are pushing seems to be celebrating booklessness and I just don’t see that as a positive message. I’d rather see the national media writing about the impact and value of public libraries in the 21st century, rather than prescribing the future (for all libraries) based upon information formats.

Hat es mit einer Verunsicherung der eigenen Rolle in der Medien- und Informationslandschaft zu tun, in der sich Bibliotheken irgendwie verorten wollen und dafür (fast) alles ausprobieren um die größtmögliche Aufmerksamkeit zu erzielen? Letztlich ist es in sozial benachteiligten Regionen wichtig einen kostenfreien Internetzugang in einer Bibliothek zu erhalten, da die Menschen (San Antonio in Bexar County) von der digitalen Spaltung am meisten betroffen sind , aber dennoch sollte diesen Menschen der Zugang zum bedruckten Papier nicht vorenthalten bleiben.


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