Happy-Fieber in der Los Angeles Public Library

Der folgende “Happy-Song” ist Jose Paiz gewidmet. Es wird noch darauf verwiesen, dass keine historischen Lampen während des Videodrehs beschädigt wurden. 🙂

Tänzer/-innen: Die Mitarbeiter der Los Angeles Public Library
Produziert von Madeline Peña & Mary Abler
Gefilmt von Madeline Peña & Rod Emortal

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Japanischer Streik in der Nationalbibliothek Rumäniens

„In der Bibliothek herrschen Zustände, die vielleicht im 19. Jahrhundert akzeptabel waren—es gibt nur noch ein Magazin und einen Leseraum“, sagten die Bibliothekare in einer Pressemitteilung.

Vor wenigen Tagen veröffentlichte die IFLA ein Statement über die Lage der Bibliotheken in der Ukraine. Es wäre sehr wünschenswert, wenn Sie und/oder Kulturbeauftragte der Europäischen Union das auch zur Lage der Nationalbibliothek Rumäniens (BNR) in die Wege leiten könnte. Durch den Artikel “Die rumänische Regierung besetzt ihre eigene Nationalbibliothek” von Ioana Moldoveanu im Vice Magazine wurde ich vorgestern auf die aktuellen Zustände in der Nationalbibliothek von Rumänien (zweitärmstes EU-Land) aufmerksam. In einem Blogbeitrag aus dem Jahr 2011 hatte ich an dieser Stelle bereits über das Haushaltsdefizit, den zahlreichen Krediten Rumäniens vom IWF und der EU-Kommission berichtet, was dazu führte, dass 2013 die Auslandsschulden über 100 Milliarden € betrugen, (70 % des Bruttoinlandsproduktes). Dies hat sicherlich alles seine Auswirkungen auf den Kultur- und Bildungsbereich, wie der folgende Fall in der Nationalbibliothek zeigt. Seit wenigen Tagen ist zwar die Regierungskrise im Land endlich beendet, was ein Hoffnungsschimmer für die Weiterentwicklung der Nationalbibliothek sein könnte. Die Nationalbibliothek wurde zum großen Teil durch ein Darlehen der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung gebaut. Vor zwei Jahren wurde sie feierlich eröffnet. Deren Kosten beliefen sich auf 69.963.068 Euro.

Mediafox

Im selben Jahr bezog das rumänische Kulturministerium vier Büroetagen, die eigentlich den Leser und Leserinnen und den Mitarbeitern der Bibliothek zugestanden hätten. Aktuell ist geplant ein weiteres Stockwerk durch das Ministerium zu besetzen, ebenso das Erdgeschoss, den Hauptkorridor und das Zwischengeschoss. Der freie Zugang für Benutzer und Bentzerinnen ist somit mehr denn je in Gefahr. Um Geld in die Kassen zu spülen plant das Kulturministerium sogar einige Räume zu vermieten, die eigentlich für Kulturveranstaltungen verwendet werden. Dabei handelt es sich um 65 % des öffentlichen Raumes der Nationalbibliothek, welcher vom Kulturministerium in Beschlag genommen wurde. Ein weiteres Manko der “Serviceeinrichtung” Nationalbibliothek Rumäniens ist die Unterbesetzung von Mitarbeitern. Um eine gute Versorgung und einen guten Service zu gewährleisten müsste die Bibliothek etwa 1.000 Mitarbeiter haben. Das ist aber mitnichten der Fall. Sie beschäftigt derzeit etwa 200 Mitarbeiter. Trotz des Sponsors Samsung dessen Werbung an der Außenfront zusätzliches Geld einbringt, scheint die Situation katastrophal zu sein. Moldoveanu beschrieb den aktuellen Stand so:

“Jetzt droht das Ministerium jedoch damit, die Bibliothek zu verklagen, wenn sie das Gebäude nicht freigibt. Um ein staatliches Gerichtsverfahren aufzuhalten, bedarf es leider oft mehr als einer Briefkampagne und ein paar wütender Kommentatoren.”

Gestern traten etwa 150 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in einen sogenannten japanischen Streik. Hierzu hatte die Gewerkschaft und der Verband der Bibliothekare der Nationalbibliothek von Rumäniens aufgerufen. In der Zeit von 8-18 Uhr protestierten die Mitarbeiter mit einer weißen Armbinde gegen die unfairen Bestimmungen des Regierungsbeschluss 862/2013. In der Zeit von 12-12:10 Uhr wurden Teilnehmer gebeten ein Buch, Smartphone oder Laptop mitzubringen und einen stilles Treffen abzuhalten. Bereits im Vorfeld hat es dazu am 28. Februar eine Veranstaltung mit dem Titel ” Die Nationalbibliothek – Demokratischen Raum der Kultur und des Wissens” gegeben, bei der zahlreiche Schriftsteller, Intellektuelle und ehemalige Politiker Stellung bezogen.Es wäre aus diesen dargelegten Faktoren eine Aufmerksamkeitssteigerung nötig, die auch durch Stellungnahmen des Europäischen Bibliotheksrats und der IFLA erzeugt werden könnten, der freie und offen Zugang ist an der Nationalbibliothek Rumäniens schon seit längerem in Gefahr.

Der folgende sehr kurze Betrag in rumänischer Sprache gibt einen Eindruck über die gestrigen Proteste:

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Bitte mitmachen bei der Informationsplattform “Literaturverwaltung”

Ich betreibe seit 2007 dieses Blog, aber dies ist natürlich nicht die einzige Sache, an der ich mehr oder weniger beteiligt bin. Mit Herzblut habe ich 2010 begonnen, bei der Informationsplattform “Literaturverwaltung” (ehemals: “Literaturverwaltung & Bibliotheken“) mitzumachen.

Hinter der Plattform steckt die Idee, dass eine Sache, die so viele Bibliotheken beschäftigt, eine zentrale Anlaufstelle gebrauchen könnte, wo man Wissen zusammentragen und somit auch für jeden auffindbar machen kann. Schnell ist uns klar geworden, dass dies auf keinen Fall nur die Standard-Angebot wie Citavi, RefWorks und Endnote betreffen darf.

So können Sie über die Informationsplattform herausfinden, welche Bibliotheken, welche Literaturverwaltungssysteme unterstützen und wo sich ein passender Ansprechpartner oder eine passende Ansprechpartnerin in der Nähe befindet. Die Karte und die Liste der Ansprechpartner kann jedoch nur aktuell gehalten werden, wenn sie uns entsprechende Änderungen mitteilen.

Literaturverwaltung – Alles rund um die persönliche Literatur- und Wissensorganisation

Beliebt und nicht nur für Bibliotheken geeignet sind die Software-Vergleiche, die von unterschiedlichen Anbietern stammen. Hier kann man sich relativ gut darüber orientieren, welches Literaturverwaltungssystem für welche Situation am besten geeignet ist.

Dank Matti Stöhr, der die treibende Kraft hinter dem Projekt ist, gibt es auch eine aktuelle Bibliografie zum Thema Literaturverwaltung. Aber auch da gilt: Melden Sie uns ruhig Texte, die Sie zu dem Thema kennen oder finden.

Alle Beteiligten haben sich seit der Entstehung 2010 weiterentwickelt und nicht allen ist das Aufgabenfeld “Literaturverwaltung” im Arbeitsalltag erhalten geblieben. So ist es zumindest mir gegangen. Auch gibt es noch die Idee einer großen Wissensdatenbank zu Literaturverwaltungssystemen, in der Probleme, Lösungen, Schulungsbausteine, Übungen usw. zusammen getragen werden können. Diese Idee kann jedoch nur umgesetzt werden kann, wenn sich zahlreiche andere (egal ob NutzerIn eines Literaturverwaltunssystems, BibliothekarIn oder Schulende/r) an diesem Projekt beteiligen. Daher freuen wir uns über jeden, der sich dauerhaft oder mit einem Gastbeitrag beteiligen möchte. Die einzige Hürde, die besteht: Nehmen Sie Kontakt mit uns auf! Im übrigen, scheuen Sie sich auch nicht, uns auch Ihre Wünsche und Kritik mitzuteilen. Nur so kann sich die Plattform weiterentwickeln.

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