Microsofts Vista-Politik in der Kritik

Wow, ist Vista toll, wenn Vista nicht Vista ist. Mehr wollte das Mojave-Experiment nicht erreichen. Dazu hat man nun einen Werbespot gemacht, der vorgefasste Meinungen zu Vista ein wenig zu offensichtlich und einfach gestrickt, entlarven will. Willkommen beim Vorher-Nachher-Verkaufstrailer von Microsoft. :naja:

:engl:

Was will Microsoft mit diesem Spot uns zeigen, dass nicht Vista das Prolem ist, sondern der Kunde? Kein Wunder, dass die Blogwelt darauf mit harter Kritik reagiert, denn wenn der Kunde für dumm verkauft wird, sucht er sich Alternativen. Arme Microsoft-Nutzer, die da nicht so schnell wegkönnen, wie sie wollen. In der Hinsicht ist das Mojave-Experiment und der billige und ideenlose Werbespot nur ein Armutszeugnis für Microsoft.

Microsoft wollte gegenüber der New York Times:engl: keinen Kommentar zur Kritik abgeben. Die für die Werbung zuständige PR-Firma äußerte sich allerdings. Oh je, man fühlt sich unverstanden. :ruhig:

„All die Beschwerden beruhen auf einer Missinterpretation der Mojave-Aussage“, so Ben Carlson von der Brandingfirma Bradley and Montgomery. „Es geht nicht darum zu sagen, dass Vista perfekt ist, oder die Menschen nun auf einmal in Vista verliebt sind, wir wollen zeigen, dass es einen großen Unterschied gibt, zwischen dem was die Menschen über Vista gehört haben und der Realität.“

Jeder, der ein wenig von Usability versteht, weiss, dass eine geführte 10-Minuten-Demo keine „faire repräsentative Form für die Darstellung eines Betriebessystems“ ist. Diejenigen, die sich über den platten Spot(t) beschweren, so Carlson, würden die Zusammenhänge nicht klar sehen.:peinlich:

Die Idee vom derStandard.at, die Werbelinie, z.B. von Volov zu kopieren finde ich gut, so etwa der schöne Volvo-Spot wo das Auto über das Dach eines Wolkenkratzers hinaus fährt.

Vielleicht sollte man einmal ein paar PCs aus dem Fenster werfen und zu demonstrieren, dass das Betriebssystem weiter läuft – egal was passiert.

Irgendwie stellt sich auch nach der Aktion Vista – Oder: Wie verzweifelt ist Microsoft?.

Quelle:
„Vista war nie das Problem, es sind die AnwenderInnen“ von derStandard.at


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Vista – Oder: Wie verzweifelt ist Microsoft?

In den letzten Tagen überschlagen sich ein wenig die seltsamen Nachrichten zu Microsoft und seinem Betriebssystem Windows Vista. So berichtet Golem.de, dass Microsoft in einem verdeckten Test mit 120 Personen festgestellt hat: Die Teilnehmer des „Mojaveexperiments“ bewerteten Vista besser als dies bei offenen Umfragen der Fall war.

Das schlechte Image von Windows Vista sei durch die Presse verursacht worden und spiegle gar nicht das tatsächliche Benutzererlebnis wider, ist der Tenor der Kampagne.
89 Prozent der Vista-Nutzer seien mit dem Betriebssystem zufrieden und 83 Prozent würden es ihren Freunden oder Familienmitgliedern empfehlen, so Microsoft weiter.

Heise online berichtete bereits gestern, dass es auch zu Ungereimtheiten bei der Zählung von verkauften Vista-Lizenzen gekommen ist.

So hatte der Konzern aus Redmond im Juli 2007 denn auch rund 60 Millionen und zum Abschluss des ersten Verkaufsjahres gut 100 Millionen Vista-Lizenzen bejubelt.
[…] Allerdings hatte Microsoft-Chef Steve Ballmer im Rahmen seiner Keynote auf der alljährlichen weltweiten Partnerkonferenz Anfang Juli noch von 140 Millionen verkauften Vista-Lizenzen gesprochen.

Die Zahlen variieren, da einige Großanbieter von PC auf Druck ihrer Kunden weiterhin Rechner mit XP-Lizenzen anbieten wollen, obwohl

offiziell nach Microsofts Willen seit Ende Juni 2008 Schluss mit dem Vertrieb von XP [ist].
Das Recht zum Downgrade von Vista auf XP ermöglicht PC-Herstellern wie HP jedoch die Chance, weiterhin XP-Rechner an ihre Kunden zu liefern.

Diese so verkauften Rechner werden trotzdem als Rechner mit Vista-Lizenzen gezählt. Clever!


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