librARi – Die interaktive Augmented Reality-App in der Bibliothek

librARi ist eine bildbasierte Augmented Reality-App, welche den Usern ermöglicht nach Büchern zu suchen. Auf den Ort, an dem sich die Bücher befinden wird durch Pointer angezeigt. Mithilfe der App können auch verwandte/ähnliche Bücher angezeigt werden. librARi verortet verschiedene Themengebiete von Büchern und alle Neuanschaffungen in unterschiedlichen Bereichen. Die Augmented-Erfahrung kann noch mit einem sogenannten Smart Glass ausgeweitet werden, das den Nutzer ein authentische Erfahrung verleiht während sie lesen.

Quelle: http://www.pradeepsiddappa.com/librari.html


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Digitale Straßenbibliotheken Teil IV: Eine Bibliothek für Fernbusreisende

Seit fast genau einem Jahr dürfen Linienbusse zwischen allen deutschen Städten fahren, wie das beispielsweise in Spanien und anderswo schon länger der Normfall ist. Die Liberalisierung des Busmarktes hat das Reisen in Deutschland verbilligt. Niemand braucht mehr eine Bahn-Card zu besitzen oder ein Auto. Nur mehr Zeit ist dabei einzuplanen. Alexander Demling brachte es letztes Jahr in dem Artikel „Liberalisierter Fernreisemarkt: Ludwig Erhard würde Bus fahren“ auf den Punkt, indem er darauf hinwies, dass insbesondere Menschen mit niedrigen Einkommen diese Alternative nun zur Verfügung steht. Zudem sei das Personal der staatlichen Anbieter, wie der Deutschen Bahn, oftmals schlechter bezahlt im Gegensatz zu so manchen Busfahrern:

Der Kampf gegen Monopole im Dienste der sozialen Gerechtigkeit ist kein neoliberales Ablenkungsmanöver. Selbst der linke Vordenker Colin Crouch erinnert seine Gesinnungsfreunde gerne daran, dass sie ihren Kampf gegen offene Märkte oft an der Seite von Großkonzernen führen – obwohl sie doch eigentlich die Interessen normaler Bürger im Auge haben sollten. Ludwig Erhard nannte es „den sozialen Sinn der Marktwirtschaft, dass jeder wirtschaftliche Erfolg dem Wohle des ganzen Volkes nutzbar gemacht wird“.

Hinzu zum sozialen Aspekt, kommt seit kurzem die kostenfreie Reisebibliothek, welche der Fernbusanbieter city2city seit Dezember 2013 im Angebot hat.

Das Angebot für Fahrgäste nennt sich „time4books“. Der Piper-Verlag stellt die „Bücher“ zur Verfügung, zu welchen die Reisenden über einen QR-Code Zugang erhalten. Es ist geplant alle 3-4 Monate ein neues Sortiment anzubieten. Ein weitere Plus diese Buslinie zu nutzen, ist das kostenlose WLAN-Angebot. Im Gegensatz zur Deutschen Bahn, die nun auch dieses Jahr wieder die Fahrpreis um 3 % anheben wird und immer noch über keine kostenfreie WLAN-Verbindung verfügt, ist City2City hier Vorreiter. Allerdings sind es, wie bei dem Beispiel aus Bukarest, welches hier im Blog 2012 vorgestellt wurde, nur Leseproben, welche nur bis zu 35 Minuten ein Lesevergüngen bieten. Dennoch könn(t)en neben den Verlagen auch Bibliotheken profitieren, indem diese gezielt damit deutschlandweit werben, dass sie E-Books – in diesem Fall aus dem Piper-Verlag – kostenfrei (je nach Jahresgebühr) in vollständiger Form anbieten. Selbst wenn kommunale Bibliotheken eben dafür einen anderen Fernbusreisenanbieter finden, der bereit wäre die Onleihe auf bestimmten Strecken zu ermöglichen. Zudem gibt es ein Gewinnspiel, bei dem Reisende das vollständige Buch gewinnen können. Wie Buchreport gestern anmerkte, gibt es ähnliche Angebote in Italien. Dort bietet der Verlag RCS Libri über ein WLAN-Netz vollständig kostenfreie E-Books in Zügen der der Eisenbahngesellschaft NTV an. Deren Ziel ist es, das Nutzungsverhalten der Leser zu erforschen. Im Blog eBook-Fieber wird festgestellt, dass solche Ideen und Maßnahmen diejenigen Skpetiker unter den Leser und Leserinnen an das elektronische Lesen gewöhnen und Lust auf Mehr machen.

Schließlich merken sie spätestens beim entspannten Sitzen im Bus, wie einfach man auch unterwegs an Nachschub für die digitale Bibliothek herankommt. Wer dann vom Lesen auf Tablet oder Smartphone nicht ganz so angetan ist, kann sich ja immer noch nachträglich einen eReader zulegen. Was haltet ihr von dem Piper-Angebot?


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Vorstellung der neuesten Publikation von David Weinberger: „Too Big To Know“

Vor drei Wochen wurde in der Radiosendung Breitband auf Deutschlandradio Kultur über das neue Buch von D. Weinberger „Too Big To Know“ berichtet. Bislang liegt noch keine Deutsche Übersetzung vor.


Mir war zwar über das Cluetrain Manifesto der Name Weinberger bekannt, doch erst mit der Lektüre von „Everything is Miscellaneous: The Power of the New Digital Disorder“ (auf Deutsch: Die digitale Schublade) machte ich eingehender „Bekanntschaft“ mit Weinbergers Werk. David Weinberger forscht am Harvard Berkman Center for Internet & Society über digitalsiertes Wissen. In seiner aktuellen Publikation “Too Big to Know” wird die digitale Republik der Buchstaben und die Auswirkungen des Netzes auf unseren Umgang mit Wissen thematisiert. Im oben angefügten Podcast der Sendung Breitband äußert sich Jörg Wittkewitz dazu und die Zuhörer erfahren, ob Weinberger eher ein Netzpessimist oder -optimist ist.


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[Zitat] Unkommentiert – 2012

„Was wäre, wenn die Hälfte der Theater und Museen verschwände, einige Archive zusammengelegt und Konzertbühnen privatisiert würden? 3200 statt 6300 Museen in Deutschland, 70 staatliche und städtische Bühnen statt 140, 4000 Bibliotheken statt 8200 – wäre das die Apokalypse? Was, wenn die frei gewordenen Mittel sich verteilen auf die verbleibenden Einrichtungen, auf neue Formen kultureller Produktion und Distribution, auf die Laienkultur, die Kunstausbildung und eine tatsächlich interkulturell ausgerichtete kulturelle Bildung? […] So wäre Zukunftsfähigkeit wieder Teil der Kulturpolitik.“

Dieter Haselbach/ Armin Klein, Pius Knüsel und Stephan Opitz (In: Der Spiegel 11/2012, S. 139)

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Neue Bücher braucht der Mensch

Fast jeder hat einen Autor, den er besonders mag und von dem man kaum das nächste Buch abwarten kann. Heute gibt es vielfältige Möglichkeiten, um sich über Neuerscheinungen des Lieblingsautors zu informieren. Viele Autoren betreiben selbst ein Blog oder zwitschern regelmäßig, haben eine eigene Facebook-Seite oder betreiben zumindest eine eigene Homepage. Doch bei all diesen diversen Möglichkeiten, die das Web2.0. bietet, bedeutet das aber auch für Autoren oder ihr Team einen größeren Zeitaufwand für ihre „Fanbetreuung“, denn all diese Dinge müssen gepflegt werden. Geschieht dies nicht, kann es dem Leser auch heute noch passieren, dass er das neuste Buch seines Lieblingsautors verpasst. Über eine E-Mail hat das „Bibliothekarisch.de-Team“ von einer Möglichkeit erfahren, die helfen soll, dies zu verhindern. Wir haben uns Zeit genommen, das Angebot von „Druckfrisches.de“ in Ruhe zu beurteilen. Ich habe die Seite Druckfrisches.de einmal getestet und will hier ein erstes Fazit zur Seite ziehen.

Das erste, was mir auffiel, war die spartanische Startseite, was nicht negativ sein muss, wenn man bedenkt,s das so kein unnötiger Schnickschnack vom Wesentlichen ablenkt. Dieser Service bietet einen E-Mail Service an, der schnell und unkompliziert über Neuerscheinungen informiert. Alles was nötig ist: Man gibt den gewünschten Autoren, die bevorzugte Sprache und die eigene E-Mail-Adresse ein. Was mich dabei ein bisschen gestört hat, war dass man für jeden Autor ein eigenes Formular ausfüllen muss. Ansonsten ist das Ausfüllen schnell erledigt. Danach heißt es auf Post warten.

Für meinen Test habe ich die Autoren Wolfgang Hohlbein und Rebeca Gablè gewählt. Beide Suchanfragen mussten noch mal bestätigt werden, danach wird man per Mail über das neuste Buch informiert. Positiv zu bewerten war erst mal, dass zu beiden Anfragen auch eine Antwort kam. Irritierend war allerdings die Meldung zur Autorin Rebecca Gablè, da mir hier ein Buch angezeigt wurde, welches bereits 2008 erschienen ist und wo es inzwischen bereits ein aktuelleres zu lesen gibt. Bei der Recherche stellte ich allerdings fest, dass dieses Buch nun im Taschenbuch zu haben ist. Also aus diesem Blickwinkel doch als Neuerscheinung zu werten ist.

Da ich privat die historischen Roman der Autorin sehr mag und daher weiss, dass meist zwei bis drei Jahre zwischen zwei Büchern liegen, habe ich mich noch für den Fantasieautoren Hohlbein entschieden. Diese Autoren kann durchaus als Vielschreiber bezeichnen, denn sie veröffentlichen mehrere Bücher pro Jahr. Auch zu ihm habe ich nach zwei Wochen eine Rückmeldung erhalten. Bei der Überprüfung fiel mir besonders positiv auf, dass das mir empfohlene Buch tatsächlich aktuell diesen Monat erschienen ist. Außerdem lieferte mir die E-Mail auch gleich die Information, bei welchem Onlinebuchhändler der Titel zu bekommen ist. Ich empfand es als positiv, dass dabei nicht nur Amazon genannt wurde.

Mein Fazit fällt durchaus positiv aus. Dieser Service lohnt sich vor allem für Leseratten, die auf keinen Fall den nächsten Schmöker ihres Lieblingsautoren verpassen wollen. Für Vielleser kann es aber auch abschreckend sein, da man zu jedem Autor eine eigene Suchanfrage starten muss und so auch zu jedem eine separate Benachrichtigung erhält. Das kann leicht zu einer Schwemme von E-Mails führen. Hier wäre vielleicht zu hoffen, dass in der Zukunft optional auch eine Anfrage/Benachrichtigung zu mehreren Autoren möglich wird. Druckfrisches.de könnte so in Zeiten knapper Kassen sich als ein kostenloser Service anbieten, der für die Erwerbungsabteilungen von Bibliotheken interessant wäre. Ich kann unseren Leser ansonsten nur empfehlen, dieses Angebot selbst einmal zu testen, damit auch Sie das nächste Buch ihres Lieblingsautoren nicht verpassen.


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