Eine Stadt, ein Ausweis: Ein Modellprojekt aus Helsinki

Die Stadt Helsinki hat vor einigen Monaten den Versuch gestartet, dass Bibliotheksnutzer_innen nun mit ihren Fahrtickets im Öffentlichen Nahverkehr gleichzeitig auch die Ausleihe in der Bibliothek 10 und einer weiteren Filiale vornehmen können.

Yksi kortti, yksi kaupunki from Kirjastokaista on Vimeo.

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Bücher in der urbanen Wildnis

Bücherregal im Bus

Bücherregal im Bus

Gut sortiert

Gut sortiert

Heute bin ich mal nicht wie sonst mit dem 27er gefahren, sondern wegen Bauarbeiten und den üblichen Verspätungen hielt der 232er Bus auf meiner Strecke, in den ich dann eingestiegen bin. Und erst hab ich es gar nicht so mitbekommen, aber dann habe ich es entdeckt. Auch noch 2 1/2 Jahre, nachdem die Bücher in die Wildnis entlassen wurden, gibt es sie noch. Wir berichteten im April 2010 und im August 2010 darüber.

Fächer für sichere Fahrt

Fächer für sichere Fahrt

Zugreifen bitte!

Zugreifen bitte!

Nun wohne ich ja seit einiger Zeit in Hamburg und wollte immer schon mal schauen, ob es das Angebot noch gibt. Ja, die frei mitfahrenden Bücher in den Bussen der Hochbahn gibt es noch. 🙂 Da habe ich heute mal das Handy gezückt und ein paar Bilder geschossen.

Mein entliehenes Buch

Mein entliehenes Buch

Die Bücher machen einen guten Eindruck, sauber, nicht nur der letzte Schrott, wenn auch etwas älter. Der Kooperationspartner STILBRUCH hat hier tatsächlich ein gutes und interessantes Angebot aufgebaut. Ich konnte nicht wiederstehen.

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Eine Straßenbahnbibliothek in Edmonton (1942)

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Vorstellung des Bukarester Leseförderungsprojekts "Lecturi Urbane", das sich rumänienweit verbreitete

Du öffnest ein Buch, das Buch öffnet dich.“

Chinesisches Sprichwort

Im letzten Jahr hatte Dörte ja bereits mit ihrem Blogeintrag “Die Auflösung der Bibliothek als fester Ort” gewisse Entwicklungen näher dargelegt, wie sie die Hamburger Bücherhallen (Seite 29) in Kooperation mit der EKZ vorantreiben: Die Entwicklung von Containerbibliotheken

Nachdem Miriam Hölscher & Corinna Sepke 2010 den B.I.T.-Innovationspreis für ihre Masterarbeit “Moving Libraries: Mobile Bibliothekskonzepte als Antwort auf die Herausforderungen der modernen Informationsgesellschaft” diese Art von Bibliotheken einem breiteren Publikum bekannt gemacht hatten, wurde vermutlich deutlich, wie sich Bibliotheken bereits verändert haben, was vielen Bücher- und Bibliotheksfreunden vielleicht bis zu dieser erfolgreichen Masterarbeit  entgangen sein durfte.

An dieser Stelle soll eine Aktion vorgestellt werden, die Ähnlichkeit mit Bibliometro hat, aber bibliotheksunabhängig agiert: “Lecturi Urbane”

Ehrenamtliche HelferInnen folgen in regelmäßigen Abständen den Aufrufen, die auf der Webseite www.civika.ro angekündigt werden und treffen sich an einer bestimmten U-Bahnstation in Bukarest. Dort erhalten sie von den jeweiligen ProjektleiterInnen eine Tasche mit Büchern und gehen damit in die nächstbeste U-Bahn. Alex Sterescu schrieb 2010 sehr anschaulich wie die Fahrgäste in der U-Bahn durch die ehrenamtlichen HelferInnen auf das Projekt aufmerksam gemacht werden:

“Hier wird mit taktischem Geschick die Aufmerksamkeit der Fahrgäste geweckt: Einige der Teilnehmer kramen einfach ein Buch hervor und beginnen zu lesen, während die restlichen Volontäre den überraschten Metro-Reisenden ausgewählte Bücher schenken.”

Bei den Büchern handelt es sich zumeist um bereits gebrauchte Bücher. Mittlerweile konnten Sponsoren hinzugewonnen werden, die neue Bücher finanzierten. Die Bücherverschenkungsaktion, welche von der Bürgerinitiative CIVIKA ausging, zeigt, dass viele Menschen in den U-Bahnen Bukarests nicht unbedingt alle gerne lesen wollen, da sie gerade von der Arbeit heimkommen und erst einmal keine Lust auf Literatur haben. Menschen zum Lesen an öffentlichen Orten zu ermutigen ist das Ziel dieses Projekts.

Der Ideengeber Adrian Ciubotaru beschrieb die Reaktionen gegenüber der Kulturzeitschrift Dilemateca wie folgte:

“Es gab Fälle, in denen Menschen unsere Bücher mit der Begründung ablehnten, sie hätten bei der Arbeit die ganze Zeit auf ihren PC-Schirm gestarrt und davon Augenschmerzen bekommen. Die meisten waren allerdings erstaunt, dass eine Handvoll Jugendliche in der U-Bahn Bücher verschenkt. Und die große Mehrheit reagierte mit Bewunderung auf unsere Aktion, ich bin sehr zufrieden, dass uns die Leute ermutigt haben, die urbanen Lektüren fortzusetzen.”

Lecturi Urbani” mit Ciubotaru als Mastermind dieser inzwischen landesweiten Leseförderungsprojekts will eines Tages eine eine mobile „Underground-Bibliothek” einrichten. Im Gegensatz zu Bibliometro sollen sich die Bücherregale in den U-Bahnwägen befinden, die es den Fahrgästen erlaubt kostenlos Bücher “auszuleihen”. Nach aktuelleren Quellen hat sich diese Form der Leseförderung mittlerweile auch auf andere Städte und Plätze Rumäniens ausgedehnt. Auf Facebook sind mittlerweile 21 rumänische Städte, die über eine Fanseite von “Lecturi Urbane” verfügen, verzeichnet. Der Webauftritt macht sogar auf 31 Städte innerhalb Rumäniens aufmerksam, die sich ans “Lecturi Urbane” mit dem oben angefügten Logo beteiligen. Außerdem ist “Lecturi Urbane” auch auf Open Air Musikveranstaltungen präsent. Mittlerweile hat sich das Projekt aufs Land ausgedehnt und heißt dort: “Lecturi rurale

Alex Sterescu machte in einem Artikel aus dem Jahr 2010 deutlich, das insbesondere nach dem Fall des Eisernen Vorhangs die Lesekultur in Rumänien vernachlässigt wurde. Einer Studie zufolge lesen 30 % der RumänInnen überhaupt nicht, weiter 30 % lesen nur 1-3 Bücher im Jahr. » Weiterlesen

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Wilde Bücher in Hamburg

Auf Hamburgs Straßen rollen fast so viele Bücher wie die Bücherhalle von Rahlstedt (40.174) oder Barmbek (42.445) täglich in rund 100 Bussen durch die Stadt. Bereits seit einem halben Jahr (wir berichteten im April an dieser Stelle darüber), können die Hamburger sich kostenlos an einem Bücherregal im Bus bedienen, während der Fahrt in den Büchern schmökern oder sie mit nach Hause nehmen. Genauso besteht die Möglichkeit, an dieser Stelle eigene, ausgelesene Bücher in die Stadtwildnis zu entlassen.

Die freilaufenden Bücher stammen aus den STILBRUCH-Filialen in Altona und Wandsbek, aber auch ausgewilderte Bücher von Fahrgästen haben ihren Weg in die Regale gefunden. Gerne ist STILBRUCH auch bereit, Bücher zum Auswildern entgegen zu nehmen. Sie können in den beiden oben genannten Filialen oder auch in den Bussen abgegeben werden. Warum nicht die Sommersause des Gebrauchtwarenkaufhauses in Wandsbek am 28. August dafür nutzen, Gutes tun und das dann auch noch feiern?

Quelle:
40.000 Bücher von STILBRUCH, Pressemitteilung der Stadtreinigung Hamburg


So viel zum spassigen und interessanten Anlass. An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass dieser Beitrag aus einer Pressemitteilung entstanden ist, die wir als Kommentar erhalten, aber nicht freigeschaltet haben. Nun möchten wir aber keine unpersönlichen Pressemitteilungen mit Schwerpunkt auf Sommersausen bei uns im Blog veröffentlichen. Auch ist nicht immer Zeit, diese Texte blogfreundlich zu formulieren und umzugestalten. Die Autoren von Bibliothekarisch.de haben sich daher entschieden, die Regeln für Kommentare zu änderen. Danach werden zukünftig Presseerklärungen, die als Kommentare re-postet werden, wie dies in diesem Fall hier versucht worden ist, nicht freigeschaltet. Wir sehen uns nicht als ein Verteilerkanal für Inhalte, die 1 : 1 an anderer Stelle genauso gelesen werden können.

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Mal wieder mit dem Bus durch Hamburg?

Des Morgens in der Bahn oder dem Bus sieht man sie zu Hauf, diese lesenden Mitreisenden, die ganz versunken in ihr Buch, die Zeit bis zu ihrer Haltestelle überbrücken. Doch welcher dieser Reisenden kennt das Problem nicht: Man liest gerade ein Buch und es sind nur noch 20 Seiten bis zum Ende. Es steht fest, das aktuelle Buch reicht nur noch für die Hinfahrt am nächsten Tag und das nächste liegt schon bereit. Aber sie sind dick – alle beide – und man muss sie den ganzen Tag mit sich herumschleppen. Im Zweifelsfall entscheidet man sich dafür, das angefangene noch schnell auszulesen oder man nimmt doch beide mit. Für die nächsten drei Jahre wird den Fahrgästen der Busse in Hamburg dieses Problem genommen.

In 100 Hamburger Bussen werden Regale eingebaut und mit Büchern bestückt. Diese werden regelmäßig durch den Kooperationspartner STILBRUCH ausgetauscht, aber auch der Fahrgast ist gefragt. Die Nutzer dieser fahrenden Bibliotheksbusse können nicht nur im Bus auf das Angebot zugreifen, sie dürfen die Bücher auch mit nach Hause nehmen oder auch ausgelesene eigene Exemplare einstellen und so für ein immer wechselndes Angebot sorgen. Die Busse sind leicht an den orangefarbenen Piktogrammen am Einstieg zu erkennen. Sie werden auf allen Busstrecken in Hamburg fahren. Man muss allerdings Glück haben, einen dieser Busse zu erwischen, denn einen Bücherbusfahrplan wird es nicht geben.

Dies ist eine interessante Idee, die hoffentlich von Erfolg gekrönt ist und dann vielleicht nicht nur drei Jahre durch Hamburg fahren wird. Vielleicht schafft diese Idee es auch in andere Städte und andere öffentliche Transportmittel, z.B. die Straßenbahn. Bis dahin kann man den Hamburgern nur viel Spaß beim Schmökern wünschen.

Quelle:
Einfach entspannend – 100 Bücherregale rollen in Bussen durch Hamburg via VHH PVG News

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