“Redefining Research”: Eine Infografik zur heutigen Entwicklung und Nutzung von Wikipedia

“According to this infographic, you don’t matter. You are replaceable. You are overpriced. You are irrelevant in a world embracing Wikipedia. You are obsolete.” Matthew C. Winner

Nach 244 Jahren regelmäßigem Erscheinen der Encyclopedia Britannica in Printform wurde der Druck eines der bekanntesten Nachschlagewerke im März diesen Jahres eingestellt. Durch den Wettbewerbsdruck mit Wikipedia wird Encyclopedia Britannica künftig online zur Verfügung stehen.Wikipedia liefert auf 26 Millionen Seiten Inhalt und Informationen zu unterschiedlichen Themengebieten. Obwohl des Öfteren die Informationsqualität und die Glaubwürdigkeit der Quellen auf Wikipedia infrage gestellt wird, achten die Schreiberlinge bei Wikipedia auf Aktualität und Fehler. Studien haben gezeigt, dass Wikipedia inzwischen genauso fehlerfrei und präzise ist, wie die Encyclopedia Britannica. Die folgende Infografik zeigt, wie Wikipedia die Suche nach enzyklopädischem Wissen revolutioniert hat und zu einer vertrauenswürdigen Wissensquelle wurde. “The Busy Librarian“, aber auch Joyce Valenza setzten sich kritisch mit dieser Infografik auseinander, welche Behauptungen aufstellt, dass Schüler mehr Wikipedia als Bibliotheken nutzen. Die Infografik wirft in der Tat einige Fragen auf, welche sich u.a. auch auf das Nutzungsverhalten von öffentlichen Bibliotheken im Vergleich mit Wikipedia beziehen. Lassen sich eine Enzyklopädie wie Wikipedia mit öffentlichen Bibiotheken so einfach vergleichen und gegenüberstellen? Ich denke, es ist nicht jedes Detail an dieser Infografik zu hinterfragen, da durchaus einige Aussagen Tatsachen entsprechen.

Wikipedia
Via: Open-Site.org

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Ein Stück Qualität im Netz weniger

Dass die Ära der Print-Lexika dem Ende entgegen geht, ist ja mittlerweile als Binsenweisheit zu betrachten. Nun habe ich bei Federwerk den Hinweis auf diese Mitteilung entdeckt:

Das Lexikonportal Meyers Lexikon online wird zum 23. März 2009 abgeschaltet. Leider ist es uns nicht länger möglich, das Portal in seiner jetzigen Form zu betreiben.

Genauere Angaben, warum man nicht mehr in der Lage ist, das Angebot in dieser Form zu betreiben, werden nicht gemacht.

Federwerk vermutet, dass dies eine der Folgen ist, die durch die Trennung des Verlages Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG vom Brockhaus entsteht.

Es heißt bei Federwerk:

nun wird Meyers online eingestellt, das zeitweilig als Test für einen geplanten Online-Brockhaus galt

Damit verschwindet ein qualitativ gutes und redaktionell gestaltetes Angebot aus dem Netz, ohne dass der Nutzer dafür wirklich Gründe genannt bekommt.

Quellen:
Meyers Lexikon online wird abgeschaltet via Meyers Online Blog
Kümmel, Marion: Meyers Lexikon online abgeschaltet Federwerk

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