Werden Sie vor Ort aktiv #keepZBMED

Disclaimer: Normalerweise veröffentlichen wir hier auf Bibliothekarisch.de keine Pressemitteilungen. In diesem Fall habe ich eine Ausnahme gemacht. Zum Erhalt einer leistungsstarken ZB MED heißt es jetzt:

Werden Sie selbst aktiv!

PRESSEMITTEILUNG
des Demobündnisses zur Rettung

der ZB MED in Köln und Bonn

Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften
ehm. Deutsche Zentralbibliothek für Medizin

Demo: 24.05.2016 – Ab 09:00 Uhr
vor der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz
Friedrich-Ebert-Allee 38, 53113 Bonn –
Demo während der entscheidenden Sitzung!

Bonn, 17.05.2016: Unter dem Motto „Keep ZBMED“ haben sich in den vergangenen Tagen Bonner und Kölner Hochschulgruppen und Institutionen gesammelt um zur Demonstration für die Rettung und den Erhalt der ZB MED, dem Leibniz-Informationszentrumm für Lebenswissenschaften an seinen Standorten in Köln und Bonn am kommenden Dienstag ab 09 Uhr morgens aufzurufen. Die Demonstration findet zeitgleich und am Ort der entscheidenden Sitzung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) in Bonn statt.
Die Leibniz-Gemeinschaft hat der GWK die Einstellung ihrer Finanzierung empfohlen, was einer Schließung der Deutschen Zentralbibliothek für Medizin gleichkommt. Von der ZB MED profitiert nicht nur die Medizin und Zahnmedizin in Köln, Bonn und ganz Deutschland, sondern alle Life Sciences: Agrar-, Umwelt, Ernährungswissenschaften, Biologie, Biotechnologie, Pharmazie u.v.m.
Wir halten diese Entscheidung für grundlegend falsch! Mit der ZB MED gehen den Studierenden und Forschenden eine immense Buch- und Zeitschriftensammlung (rd. 2700 Titel im nationalen Alleinbesitz!) und eine kompetente Fach- und Publikationsberatung unwiderruflich verloren. Bund und Länder müssen die Finanzierung der Informationsversorgung in den Lebenswissenschaften garantieren.

Weitere Informationen: Für Rückfragen:
Facebook-Veranstaltung: https://goo.gl/k5RZmg
Petition: www.change.org/p/keepzbmed
Der GA berichtete: http://goo.gl/wsNkoF
PM der ZB MED: http://goo.gl/5EGCj1

Daniel Dejcman (Koordination und Anmelder)
Hundeshagenstraße 26, 53225 Bonn
Tel.: +49(0)228/96103935,
Mobil: +49(0)15738321710,
Fax: +49(0)3222/3396142
daniel@dejcman.de

unterstuetzer

Pressemitteilung

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Bonner Studierendenparlament beschließt Unterstützung der ZB MED #keepZBMED

Das 38. Studierendenparlament der Studierendenschaft der Rheinischen-Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn hat auf seiner ersten ordentlichen Sitzung am 24. März 2016 den Antrag der Fraktion der JUSO-HSG angenommen.

Die Fraktion der Juso-Hochschulgruppe Bonn kritisiert die Entscheidung des Senats, die Förderung der ZB MED und somit auch des Standortes am Campus Poppelsdorf einzustellen und damit auch die Streichung der damit verbundenen W2-Professur an der Universität Bonn. Die Bonner Studierenden werden wie die Öffentlichkeit aufgefordert, die von Rudolf Mumenthaler ins Leben gerufene Petition „Keep ZB MED – gegen die Schließung von ZB MED“ zu unterzeichnen.

Zur Begründung:

Die räumlich an die Abteilungsbibliothek Medizin–Naturwissenschaften–Landbau der Universitäts- und Landesbibliothek Bonn (ULB) angeschlossene ZB MED kommt mit ihrem über den ULB-Ausweis ausleihbaren enormen Buch- und Lehrbuchbestand, eine professionelle und kompetente Fachberatung, die auch Studierende in Anspruch nehmen können sowie einer in Deutschland einzigartigen Zeitschriftensammlung den Bonner Studierenden zu Gute. Ihr Wegfall würde für die betroffenen Fachgebiete und ihre Studierenden eine nennenswerte Schwächung bedeuten.

Den genauen Wortlaut des Beschlusses und des Antrags der Fraktion der JUSO-HSG finden Sie im hier verlinkten PDF.

Der Beschluss wird mit freundlicher Genehmigung durch Daniel Dejcman, Mitglied der Fraktion der JUSO-HSG, hier veröffentlicht.

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[Bildzitat] Unkommentiert – 2014

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Ein Kurzfilm gegen Kürzungsmaßnahmen an den städtischen Bibliotheken in Toronto

Im August 2011 wurde hier im Blog ausführlich über geplante Privatisierungsmaßnahmen der öffentlichen Bibliotheken Torontos berichtet.  Zuletzt geriet die Stadt Toronto wegen ihres nun (hoffentlich) entmachteten Skandalbürgermeisters Rob Ford beinahe täglich in die Schlagzeilen. 2007 hatte ich im Rahmen einer Tagung am Weiterbildungszentrum der Freien Universität Berlin die Gelegenheit per Video die fortschrittliche interkulturelle Bibliotheksarbeit der Toronto Public Library kennen zu lernen. Die Liveschaltung stand damals unter dem Titel “Bridging Cultures – Toronto Public Library’s Services and Programs to a Diverse Population“, wobei uns damals drei Mitarbeiter von ihrer Arbeit mit Einwanderergruppen/Neuankömmlingen berichteten. Deren Arbeitsweise und Programme können nach wie vor als Musterbeispiel dafür dienen, wie erfolgreiche Bibliotheksarbeit mit Menschen unterschiedlicher Herkunft aussehen kann. Die gelebte Willkommenskultur und das Bewußtsein, dass Migranten eine Bereicherung für eine Stadt(-bibliothek) sein können, ist dort viel mehr ausgeprägt als in den meisten Ländern und Städten Europa. Deren Bibliotheksarbeit für eine vielfältige Bevölkerung wird dort als selbstverständlich empfunden und nicht nur von 1-2 Mitarbeitern erledigt. Integration heißt dort nicht nur das Erlernen der englischen Sprache zu fördern, sonderen Vielfalt und Multikulturalität wertzuschätzen. Derzeit hat das städtische Bibliothekssystem von Toronto wieder mit Budgetkürzungen zu kämpfen. Der folgende Animationsfilm will aufklären und Unterstützer finden, die sich gegen weitere Sparmaßnahmen engagieren und auch zur Unterzeichnung von Online Petitionen aufrufen:

“How could it not, after 20 years of political neglect and budget cuts? More service reductions are being planned for 2014 and beyond. Toronto Council is closely divided on this issue. Major decisions will be made soon. Your voice will make a difference! Learn more and take action at: http://ourpubliclibrary.to”

Quelle und weitere Infos auf: Open Culture

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Gelesen in Biblioblogs (24.KW’13) – Vertretung Lesewolke

Letzte Woche gab es wieder unterschiedliche interessante Neuigkeiten aus der Bibliotheks-, Informations- und Buchwelt. Das Team hat folgende Beitragsempfehlungen zusammengestellt:

Im Artikel “You Won’t Finish This Article: Why people online don’t read to the end” von im Slate Magazine wird erklärt, weshalb wir Online-Artikel nicht zu Ende lesen. Warum und wie weit man im Schnitt kommt zeigt dieser englischsprachige Artikel auch anhand von Infografiken auf.

Services in Bibliotheken ändern sich zur Zeit stark, um Bibliotheken gegenüber Internet und neue Medien bieten konkurrenzfähig zu halten. Bibliothekarinnen und Bibliothekare müssen sich mehr auf ihre Kundengruppe und ihre Trägerorganisation einlassen. Dies geschieht zunehmend in Form des “Embedded Librarian”, d.h. des integrierten Bibliothekars. Das Blog Service für One-Person Libraries macht auf die neuste Checkliste für OPLs aufmerksam. Wie so eine Form aussehen kann, kann man anhan der 38. Checkliste für “Embedded Librarianship” von Anne Jacobs, Düsseldorf einmal nachvollziehen. Ist dies auch etwas für Ihre Einrichtung?

Die SLUB Dresden hat den 3. Platz des dbb Innovationspreises 2013 mit Goobi gewonnen. In ihrem Blogbeitrag feiern sie nicht nur diese Auszeichnung, sondern erklären auch, warum sie auf Open Source Software setzen und solche, z.B. mit Goobi, auch selbst (mit)entwickeln.

DRM… Igitt findet Buchhändlerin Luise Schitteck in ihrem Blog “eLuise – do bookdealers dream of electric books”. Sie schreibt ihre Sicht der Dinge und ich bin mir sicher, viele Bibliothekarinnen und Bibliothekare werden ihr beipflichten.

Einen Überblick über 250 großartige Bibliotheken der Welt hat George M. Eberhart zusammengestellt. Jeder Eintrag ist mit einem Link und einem kleinen Kommentar versehen.

Die Gewinner des MOOC Production Fellowship zum Thema “Lehren und Lernen im Web” stehen fest.  Eine der Gewinnerinnen ist Christina Maria Schollerer mit “The Future of Storytelling” von der FH Potsdam.

Jürgen Plieninger beantwortete in Teil 1 seines Blogeintrags auf Agora Wissen die Frage, ob Twitter in der Wissenschaftskommunikation sinnvoll ist.

Die Kurt-Tucholsky-Bibliothek in Berlin-Pankow wird dazu gezwungen, Bücher aus ihrem Bestand auszusondern! Laut Vorgaben vom Amt für Kultur soll die ehrenamtlich geführte Bibliothek wie “normale” öffentliche Bibliotheken jährlich 15% ihrer Bestände abbauen. Doch irgendwann wäre bei der Fortführung nach dieser “Logik” aufgrund des schon geringen Etats, kaum überhaupt ein Buchbestand am Ende mehr vorhanden. Für den 19.6. sollen vier BibliothekarInnen des Bezirks zur Unterstützung beim Bestandsabbau verpflichtet werden, jedoch: “Ausgeliehene Bücher können aber nicht ausgesondert werden! Wenn Ihr helft gerade diese Bücher zu retten und sie ausleiht, können sie am kommenden Mittwoch nicht aussortiert werden.”

In Großbritannien und den USA sind wieder einige öffentliche Bibliotheken von der endgültigen Schließung betroffen, so z.B. 9 Bibliotheken allein in Sunderland. Die mediale Aufmerksamkeit in Form von Petitionen, Aktionen und der Schaffung von mehr Öffentlichkeit scheint dort viel mehr vorhanden zu sein, als beispielsweise hierzulande, wo manchmal bei Schließungen von Stadtteilbibliotheken in überregionalen Medien und im Web 2.0 selten von Aktionen und Kampagnen berichtet wird, um diese zu verhindern. Der bedrohten Schließung der Queens Library kann durch das Verfassen von Petitionen an die gewählten Volksvertreter begegnet werden, wobei es auf der Webseite Save Queens Library ein vorgefertigtes Formular gibt. PublicLibraryNews geben auf ihrer Webseite wirkungsvolle Tipps für mögliche Kampagnen, um Öffentlichkeit zu schaffen.  Carolyn McIntyre fasst zusammen, was den geplanten Schließungen in New York und London gemeinsam ist: “Both are eliminating their public libraries against the will of the public and replacing them with luxury housing, using secretive, deceptive tactics. Budget cuts resulting in extremely profitable deals for . . . . whom exactly?” Berlin ist also vermutlich auch bald gefährdeter als es jetzt schon bereit ist sich einzugestehen, wenn durch den neuen ZLB-Bau dezentrale Stadtteilbibliotheken womöglich ebenso von Schließungen bzw. weiteren Umwandlungen (in ehrenamtlich geführte Einrichtungen) bedroht sein könnten. Die Verkürzung von Öffnungszeiten und die Schließung in den Sommerferien sind vor allem in Berlin Mitte an der Tagesordnung.

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Leistungsschutzrecht für Presseverleger – Petition

Zum Leistungsschutzrecht versuchen Sie sich mal eine eigene Meinung zu bilden.

Der Film erläutert die Auswirkungen eines potenziellen Leistungsschutzrechts für Verlage, räumt mit Unwahrheiten auf und erläutert, wen das Leistungsschutzrecht wirklich tangiert. Mehr Informationen unter www.pro-leistungsschutzrecht.de

Hier die andere Meinung:

Die Freiheit des Netzes wird durch große Verlagskonzerne bedroht.
Das Leistungsschutzrecht für Presseverleger ist der erste Schritt zu einem eingezäunten Internet der digitalen Mautstationen!

Bitte informiere auch Deine Familie, Kollegen, Freunde und Bekannte über das LSR, seine Folgen für uns alle und bitte sie, diese ePetition mitzuzeichnen, verbreite den Link und Das Video auf Twitter, Facebook und wo immer Du online unterwegs bist.

Weitere Informationen findet du auf http://www.leistungsschutzrecht.info

Videoquelle: Anonymous

Wem vertraut man da? Gar nicht so einfach, oder?

Wenn Sie das Leistungsschutzrecht für Presseverleger jedoch für bedenklich halten, dann unterzeichnen Sie diese Petition:

Petition 35009
Urheberrecht – Ablehnung des Leistungsschutzrechts für Presseverlage vom 16.08.2012, E-Petionen des Bundestages

Ich hab es getan.

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ACTA-Infografik: Werden und Vergehen?

ACTA, das umstrittene Anti-Piraterieabkommen, wurde bereits von vielen EU-Staaten unterzeichnet. Bevor es in Kraft treten kann, ist die Zustimmung des EU-Parlaments nötig. Unsere Infografik erklärt den komplizierten Verhandlungs- und Ratifikationsprozess. Eine Zeitleiste zeigt die wichtigsten Etappen der vergangenen Jahre.
Die EU-Kommission will ACTA an den Europäischen Gerichtshof verweisen, um zu prüfen, ob der Vertrag EU-Recht verletzt. Der britische Sozialdemokrat David Martin, der als Berichterstatter die ACTA-Debatte im Handelsausschuss des EU-Parlaments leitet, will ebenfalls den EU-Gerichtshof anrufen. Doch anstatt sich der Anfrage der EU-Kommission anzuschließen, fordert Martin eine eigenständige Anfrage des EU-Parlaments. Da die Richter sich nicht allgemein zu ACTA äußern, sondern immer unter Bezug auf eine spezifische Fragestellung, könnte die Formulierung der Fragen die Entscheidung der Richter für oder gegen ACTA beeinflussen. Nachdem nun Dörte kürzlich ein Video von Explainity postete und wir beide in den Wochen seit Ende Januar immer wieder Videos und Infos zu ACTA veröffentlichten, soll diesmal eine Infografik des Europäischen Parlaments zeigen, wie der Umsetzungsprozess begann und wie er womöglich am Ende torpediert werden könnte.

 
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Aus aktuellem Anlass: Zum heutigen Public Domain Tag 2012

Jedes Jahr laufen Urheberrechte aus und die Werke werden dann gemeinfrei. Weltweit gilt, dass der Urheberrechtsschutz 70 Jahre nach dem Tod des Autors endet.Statt den Todestag der AutorInnen hierfür heranzuziehen, gilt jedes Jahr der 1. Januar als der internationale Public Domain Tag. Mehr Informationen gibt es auf der folgenden Seite: www.publicdomainday.org/2012

Heute wurden die Werke dieser SchriftstellerInnen und AutorInn gemeinfrei:

(1) Sherwood Anderson (American novelist and short story writer)

(2) Gabriel Alomar i Villalonga (Spanish poet, essayist and educator)

(3) Elizabeth von Arnim (Australian-born British novelist)

(4) Robert Baden-Powell (Founder of the Scout Movement)

(5)  Frederick Banting (Canadian medical scientist, one of the main discoverers of insulin)

(6)  Henri Bergson (French philosopher)

(7) Raffaello Bertieri (Italian publisher, graphic and type designer)

(8)  Gutzon de la Mothe Borglum (American artist and sculptor)

(9) Louis Brandeis (Associate Justice on the Supreme Court of the United States)

(10) Frank Bridge (English composer and violist)

(11) August Cesarec (Croatian writer and left-wing politician)

(12) Louis-Joseph Chevrolet (Swiss-born American race car driver and co-founder of the Chevrolet Motor Car Company)

(13) Robert Delaunay (French artist)

(14) Simon Dubnow (Jewish historian, writer and activist)

(15) James Frazer (Scottish social anthropologist)

(16) Arkady Gaidar (Soviet writer)

(17) James Joyce (Irish novelist and poet)

(18) Alter Kacyzne (Jewish (Yiddish) writer, poet, and photographer)

(19) Gustav Gerson Kahn (German musician, songwriter and lyricist)

(20) Tullio Levi-Civita (Italian mathematician)

(21) Lazar Markovich Lissitzky (Russian artist)

(22) George Minne (Belgian artist and sculptor)

(23) Gaetano Mosca (Italian political scientist)

(24) Jelly Roll Morton (American ragtime and early jazz pianist, bandleader and composer)

(25) Kole Nedelkovski (Macedonian revolutionary and poet)

(26) Ignacy Jan Paderewski (Polish pianist and second Prime Minister of Poland)

(27) Petar Poparsov (Macedonian Revolutionary)

(28) Rabindranath Tagore (Bengali polymath)

(29) Santiago Rusiñol (Catalan post-impressionist/Symbolist painter,)

(30) Marina Ivanovna Tsvetaeva (Russian and Soviet poet)

(31) Hugh Walpole (English novelist)

(32) Wilhelm II (The last German Emperor)

(33) Virginia Woolf (English author, essayist, and publisher)

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Drei Videos gegen die Privatisierung und die Schließung öffentlichen Bibliotheken in Toronto

“There is not such a cradle of democracy upon the earth as the Free Public Library…” Margaret Atwood

Annika Tabovaradan, eine Schülerin liefert im ersten Video ein leidenschaftliches Plädoyer für die Stadtbibliothek Toronto. Der Bürgermeister von Toronto, Rob Ford, plant die Schließung mehrerer öffentlicher Stadtteilbibliotheken und die Privatisierung der übriggebliebenen Bibliotheken. Das zweite Video will über die Situation aufklären und sicherlich weitere Mitstreiter dafür gewinnen die Petition zum Erhalt zu unterzeichnen, aber gegen jeglichen Privatisierungswahn aufzurufen. Ist es gerecht sich gegenüber 55 % bzw. 71 % der eigenen Stadtbevölkerung zu widersetzen? Was legitimiert die politische Klasse dazu möglicherweise undemokratische Entscheidungen zu fällen? Wollen diese bei den nächsten Kommunalwahlen nochmal antreten oder die Wahlen verlieren? Die Schrifststellerin Margaret Atwood setzt sich leidenschaftlich mit anderen Wutbürgern für den Erhalt der Bibliothek und gegen die Privatisierungspläne ein. Atwood vereint 234,744 Follower auf ihrem Twitteraccount. Eine weitere starke Lobbygruppe ist die Toronto Public Library Workers Union, welche die folgende Internseite ins Leben rief. Bisher haben erst etwa 42.500 Menschen auf der folgenden Internetseite die Petition zum Erhalt der öffentlichen Bibliotheken Torontos unterzeichnet: http://ourpubliclibrary.to

Auf der eben genannten Seite können sich engagierte Bürger und interessierte Laien über die Hintergründe der Privatisierungsbestrebungen informieren. Wer glaubt die Privatisierung von Bibliotheken sei im Grunde genommen wichtig für den Erhalt des öffentlichen Bibliothekswesens von Kommunen, die zum Sparen gezwungen werden, dem sei der Artikel “Auf dem Weg zu McBib / Die Privatisierung Öffentlicher Bibliotheken schreitet in den USA voran – Nicht nur klamme Kommunen greifen zu” von Hella Klauser in Heft 4 2011 der Zeitschrift BuB empfohlen.  In welcher Stadt auf der Welt, außer Toronto mit 2,5 Millionen EinwohnerInnen, besitzen knapp die Hälfte, etwa 1,2 Millionen ein Bibliotheksausweis?

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Ein Video gegen den Privatisierungstrend an öffentlichen Bibliotheken in den USA

Das folgende Video, in dem das “Privatisierungsbiest” Bibliotheken auffrisst, erfuhr innerhalb von etwa 14 Tagen verhältnismäßig  hohe Zugriffszahlen auf YouTube, wenn man es mit anderen Bibliotheksvideos vergleicht. Das Biest in dem animierten kurzen Clip sieht eher nach “Bernd das Brot” aus und könnte durchaus etwas gefährlicher wirken. Eigentlich geht es in dem Video um die Rettung der “Santa Clarita Library” in Kalifornien. Am Ende des Videos wird ein Link eingeblendet über den die Petition unterzeichnet werden kann: http://privatizationbeast.org

Quelle: BoingBoing (“California libraries targeted for takeover by private equity firms”); Danke für die Verlinkung auf der Fanseite von BRaIn

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