Horizon Report 2013 ist erschienen

New Media Consortium und EDUCAUSE Learning Initiative (ELI) haben heute den 10. NMC Horizon Report (44 S.) veröffentlicht. Fast erwartungsgemäß waren einige der in diesem Jahr ausgemachten 12 Trends (9 Seiten).
Trends, die in einem Jahr oder früher kommen werden:

  • Flipped Classroom
  • Massive Open Online Courses (MOOCs)
  • Mobile Apps und
  • Tablet Computing.

In den nächsten zwei bis drei Jahren, warden sich folgende Trends durchsetzen:

  • Augmented Reality,
  • Game-Based Learning,
  • das Internet der Dinge und
  • Learning Analytics.

Und in etwa vier bis fünf Jahren werden wir über folgende Trends nicht mehr nur sprechen:

  • 3D Printing,
  • Flexible Displays,
  • Batterien der nächsten Generation und
  • Tragbare Technologien.

Zum internationalen Advisory-Board, die diese Trends identifizierten, zählen auch einige deutschsprachige Fachleute, z.B. Helga Bechmann vom MULTIMEDIAKONTOR HAMBURG und Rudolf Mumenthaler der HTW Chur. Weitere Informationen zum Horizon Report finden Sie im dazugehörigen Wiki.

Ich bin schon auf den MOOC OPCO13 gespannt, der sich hoffentlich auch in diesem Jahr wieder findet und der sich mit dem Horizon-Report beschäftigt. Siehe dazu zum OPCO12.de, um zu sehen, was im letzten Jahr gemacht wurde.

Quelle:
Price, Gary: Horizon Report > 2013 Higher Ed Edition Released; MOOCs, Gamification, and 3D Printing Make Final Cut, Infodocet, Library Journal


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Gelesen in Biblioblogs (20.KW’12) – Vertretung Lesewolke

Wir bei Bibliothekarisch.de haben vertretungsweise für die nächsten fünf Wochen die “Blogschau” von Liane Haensch in Lesewolke übernommen. Danke in dein Vertrauen, dass wir das so gut hinbekommen könnten wie du 😉

Rudolph Mumenthaler hat in seinem Blog seinen Beitrag (Blogtext in Englisch) zum Hessischen Bibliothekstag 2012 veröffentlicht. Thema war Mobile Anwendungen und ihr Einfluss auf Bibliotheken (Folien auf Deutsch). Er stellt sich die Frage, wie Bibliotheken auf die Zunahme digitaler mobiler Geräte reagieren sollten, denn das Nutzerverhalten ändert sich in dieser Hinsicht rasant.

Die Herzogin Anna Amalia Bibliothek bittet auf Inetbib um Mithilfe bei der Identifizierung brandgeschädigter Bücher, welche beim Brand am 02.09.2004 sehr stark beschädigt wurden. Diese “Aschebücher” werden nach und nach digitalisiert (auf der linken Seite letzter Navigationspunkt “Aschebücher”). Zu jedem unidentifizierten Werk gibt es ein Blog, in dem Angaben und Diskussionsbeiträge zu den Büchern hinterlassen werden können.

Ulrich Herb beschäftigt sich in scinoptica Blog mit Elsevier & der akademische Frühling und analysiert die ernüchternden Ergebnisse der Umfrage des ZBW – Leibniz-Informationszentrums Wirtschaft, welches Wirtschaftswissenschaftler/innen aus ganz Deutschland zu ihrer Position zum Elsevier-Boykott und ihrer Einstellung zur Open-Access-Bewegung befragt hat.

TwitterleserInnen werden derzeit sicherlich immer wieder über den Hashtag #opco12 stolpern und auch Fobikom weist auf diese Weiterbildungsveranstaltung hin. Dieser frei zugängliche OPen OnlineCourse 2012 nimmt die Trendthemen des Horizon Reports unter die Lupe. Der Kurs läuft zwar bereits seit dem 16.04. aber man kann jederzeit hinzukommen. Thema der nächsten 14 Tage ist das Game Based Learning.

Und seit wann gibt es den Buchdruck? Dass es diesen bereits lange vor Gutenberg gab, verdeutlicht der Artikel Printed books existed nearly 600 years before Gutenberg’s Bible von Annalee Newitz (via VÖBBLOG).


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MOOC, OPCO – E-Learning anders? [Update 01.05.2012]

Einigen Twitter-Menschen und Bloglesern dürfte ein Hash-Tag seit dem 16.04.2012 häufiger begegnen, nämlich #opco12. Dahinter versteckt sich der OpenCourse 2012, eine Online-Weiterbildungsmöglichkeit, die dabei die Trends des Horizon-Reports genauer unter die Lupe nimmt und schaut, inwieweit diese für den E-Learning-Bereich nutzbar sind.

Beim OPCO12 geht es in den ersten beiden Wochen um das Thema “Mobile Apps” – eine Anwendungsorientierte Sicht. Dazu fand letzte Woche eine Online-Vorlesung statt, die sich jederzeit nachholen lässt, da sie aufgezeichnet wurde.

Der OpenCourse ist ein MOOC, d.h. ein Massive Open Online Course.
Monika E. König fasst diese Veranstaltungen wie folgt zusammen:

  • MOOC => Massive Open Online Course
  • kostet nix, frei zugänglich, online
  • Angebot des Veranstalters: Oberthema, Ablaufplan/Taktung, Inhaltsinput (Online Ressourcen), (teilw.) “technische Infrastruktur”
  • Aufgabe der Teilnehmer: Beziehungsaufbau, Weiterverarbeitung des Inputs und dadurch Generierung und Mitaufbau eines sozialen Lernraumes (Inhalte & Beziehung) oder frei nach Downes & Siemens bezogen auf das Tun: ORIENTIEREN -> ORDNEN -> BEITRAGEN -> TEILEN.

Wer es genauer wissen will, dieses Erklärvideo zeigt, was man unter einem “MOOC” versteht:

Für Bibliotheken könnte dies eine neue Form der Informationskompetenzvermittlung ermöglichen. So ließen sich entsprechende Kurse dezentral durch Experten gestalten und begleiten. Angereichert würden diese dann durch die selbst erarbeiteten Beiträge.

Die Beiteiligung am OPCO12 wird bspw. Studierenden im Bereich Softskills in der Informatik für das Modul Bachelor/Master-Studierende und des Lehramts im Bereich Medienkompetenz durch Universität Frankfurt anerkannt und mit ECTS-Punkten bedacht.

Diese Kurse erlauben ein vernetztes Lernen, ein Zusammenfinden von Experten und Laien, einen einfachen Austausch über die gestellten Themen. In einer Art und Weise kann man dabei wohl eine Online-Variante des “Open Space Learnings” sehen, welches durch einen lockeren Lernverband im Netz ermöglicht wird. In eigener Zeiteinteilung werden durch die Lernenden je nach eigener Lernattitüde in einem festgesteckten Zeitraum die Lernziele erarbeitet. Für die Kursleiter bedeutet dies beim Aufwand: einen gewissenen technischen Rahmen zu schaffen, z.B. für Live-Events und einen theoretischen Vorbau zu schaffen (Lese- und Informationsempfehlungen), der sich jedoch im Rahmen hält. Dazu kommt das regelmäßige Screening der Ergebnisse (Blogartikel, Infografiken, Videos etc.). Für die meisten Dinge (zentrale Informations- und Verwaltungsplattform, Veröffentlichung von Ergebnissen) können die Angebote des Social Web (Blog, Twitter, Videoplattformen, Etherpads, Audioboo usw.) hervorragend auch gemeinsam genutzt werden.

Der Gewinn könnte jedoch jeden der Beteiligten überraschen. So wäre das Ergebnis für die Lernenden, dass sie positiv darin bestätigt werden, beim Aneignen von Wissen. Es gibt einen gewissen Zeitdruck, der widerum einen guten Rahmen für die Aneignung von Neuem bildet. Dabei besteht immer die Möglichkeit, sich eigene Lernschwerpunkte zu schaffen. Die Veranstalter gewinnen ebenfalls ein Mehr an positiver Bestätigung, Verbesserung des eigenen Wissens, neue Perspektiven und ggf. wunderbare neue Vermittlungsmittel, die sie bei anders gearteten Weiterbildungskursen und Lehrveranstaltungen nutzen können.

[Update 01.05.2012]
In diesem Video erklärt Dave Cormier, was von den Lernenden erwartet wird und wie sich “normales” Lernen vom Lernen in einem MOOC unterscheidet:

Quellen:


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