BRaIn 3 ist online

Volume 3 von BRaIn (Potsdamer Beiträge und Reportagen aus den Informationswissenschaften)1

Themen sind:

„Informationswissenschaftler als Ökokrieger“ – Prof. Hohbohm berichtet von der „Berufsfeldtagung“ des Fachbereichs Informationswissenschaften am 24. April 2009

Von den „Leiden des jungen Werther“ bis zu Metadaten für Multimedia: Aspekte der Verknüpfung heterogener Ressourcen – diesem Thema widmet sich der neue potsdamer Prof. F. Sasaki

Anastasia Schadt, Ingo Caesar und Dierk Eichel schreiben ihre Impressionen vom Bibliothekartag 2009 nieder.

Weitere Impressionen gibt es zum 3. IFLA-Presidential Meeting 2009 von Katharina Droese, Dierk Eichel, Anastasia Schadt und Evelyn Weiser.

Über das „Wissen(s)peicher(n)“ schreibt Katharina Klausner.

Johannes Braun listet ettliche Publikationshinweise des Simon Verlags für Bibliothekswissen auf. Leider hätte die ein oder andere Rezension diesen Beitrag erheblich aufgewertet.

Anja Nachtweide und Katharina Klausner beitreiben Blogwatch mit BRaIn.

In dieser Ausgabe hat das BRaIn-Team, neben der Betreibung des hauseigenen Blogs, auch mal einen Blick hinaus in die weite Welt des bibliothekarischen Weblogs riskiert. Dabei haben wir uns die Diskussion um Open Access und die Verwendungsmöglichkeiten von Twitter näher angesehen und uns einer Bibliothek zugewendet, die das Medium Blog auf vielfältige Weise benutzt.

Mich freut es, dass ich mit meinem Beitrag zu Twitter in diese Betrachtungen hineingerutscht bin. 🙂

Alexander Mehwald berichtet abschließend über den 3. Konsortialtag des Friedrich-Althoff-Konsortiums.

Eine interessante und thematisch gut durchmischte Ausgabe von BRaIn.

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  1. Frage mich gerade, wieviele Informationswissenschaften es gibt? Kann mir hier jemand weiterhelfen? Laut meines Verständnisses und der “allwissenden” 😉 Wikepedia, die im Artikel von Informationswissenschaft spricht, gibt es nur eine Informationswissenschaft. []

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Privacy – Das Problem wird erkannt

Das Problem Privacy ist auch auf der CeBIT angekommen. Dort veranstaltet das Potsdamer Hasso Plattner-Istitut für kreatives Denken eine wahre Haftzettelorgie, denn die Studenten des Instituts haben die Aufgaben, jeden Tag auf eine Aufgabe eine kreative Antwort zu finden.
Hasso Plattner-Institut für kreatives Denken Potsdam
Dies ist eine Gemeinschaftsaufgabe mit dem Hasso Plattner Institute of Design an der Stanford University. Abends um die Zeit der Stqandpartys geht wird die Aufgabe in die USA “verschifft”.
Hasso Plattner Institute of Design Stanford - Think creative

Das Hauptthema, dem sich die Studenten widmen sollen ist allerdings Privacy.

Gesucht war eine kreative Lösung für den Datenschutz von Arbeitnehmern, der nicht zuletzt wegen der Skandale bei Bahn und Telekom in die öffentliche Diskussion geraten ist.

Lösungen sollen kreativ gefunden werden und nicht im Rahmen der klassischen Gesetzgebung, wo in aller Schnelle dank Wahlkampf sowieso nichts zu erwarten ist. Mittwochabend wurde ein erster deutscher Zwischenstand präsentiert. Zwei Projekte wurden dabei schon mal ins nähere Auge gefasst. So soll es für die praktische Umsetzung in digitaler Ebene einen “Privacy Analyzer” geben, der die AGB von Web-Angeboten automatisch nach Gefahrenpunkten für den Nutzer untersucht und davor warnt, wenn das jeweilige Unternehmen die so erhaltenen Nutzerdaten weitergibt oder gar verkauft. Um außerdem die Netz-Surfer für das Problem zu sensibilisieren, hat man auf einer spielerischen Ebene ein “Privacy Paket” für den Aufklärungsunterricht zusammengestellt. Dies enthält die Kleinigkeiten,

die Menschen lieber für sich behalten: Fotos von Saufgelagen, Transvestiten-Fummel, Viagra und diverse Knöllchen komplett mit einem Briefchen: “Lieber Manni, du bist immer in meinen Gedanken. Dein Internet.”

Dieser Zwischenstand ging dann nach Stanford, wo sich die Designer ans Werk machten. Hier kritisiert der Autor des zugrundeliegenden Artikels zurecht:

In der Nacht machten sich die Designer in Stanford ans Werk. Würden sie den Ausgangsgedanken vom Arbeitnehmerdatenschutz aufgreifen können, der dem deutschen Team etwas entglitten war? Fehlanzeige: Am Donnerstagmorgen wurden das Voodoo Eye und der “Virtual Identity Report” vorgestellt. Das künstliche Auge soll im Nacken des Anwenders sitzen und immer dann heiß werden, wenn dieser persönliche Dinge im Internet freigibt. Der Identitätsreport entpuppte sich als aggregierte Sammlung all jener Dinge, die man über Google, die Wikipedia, Facebook/Xing/LinkedIn oder Yasni über eine Person herausfinden kann. Neben dem Report erfanden die Studenten einen Internet Eraser, der all diese schlimmen Fakten wirklich aus dem Internet löschen kann.

Mit der Frage eines innovativen Arbeitnehmerdatenschutz wurde sich zwar nicht gesondert beschäftigt, aber dennoch hat die School of Desing Thinking einige Erfolge aufzuweisen.
Da gibt es beispielsweise für den Großmarkt der Metro-Gruppe die Idee eines “automatischen Abholmarktes”, der gut zu vergleichen ist mit den Packstation der Post. So kann man einen 24-Stundenservice bieten – bestellen übers Internet und abholen, wenn man Zeit dafür hat. Damit kann man sich der Konkurrenz durch Supermärkte besser stellen.
Auch für das Problem, den Informationsstress von Managern abzubauen, fand man ein passende Idee. Wie wäre es mit einem “Handy-Sitter”, der stundenweise Blackburry und iPhone betreut?

Die ersten Fazits zu den Aktionen des HPI sind äußerst positiv und man kann die Tage der Studenten auf der CeBIT auch über das dazugehörige Blog mitverfolgen. Auch nach der CeBIT sollen alle darüber informiert werden, ob die auf der Messe gefundenen Lösungen auch wirklich angenommen werden.

Quelle:
Borchers, Detlef: Junge Querdenker machen sich Gedanken über Privacy auf heise online

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Google-like und doch bibliothekarisch

Gestern hatte ich ja bereits einen recht langen Post zu Google veröffentlicht. Und auch Fabienne von the fabilous librarian hat in ihrem Post weitere Punkte hinzugefügt. Sie schreibt:

Was ich an Google mag, ist zunächst die schlichte und übersichtliche Einstiegsseite: eine Suchzeile, in die ich direkt meine Anfrage (wie auch immer die aussehen mag) tippen kann, ohne mir vorher noch zu überlegen, welche Wörter ich in welche Felder eintragen muss (wie es bei vielen vermeintlich “einfachen” Suchen in Bibliothekskatalogen der Fall ist). […]
Das sind die Funktionalitäten von Google, die ich mir für Kataloge wünschte und die mich (trotz aller gerechtfertigten Diskussionen um Google) sagen lassen, dass Kataloge künftig in so einigen Punkten “just like Google” werden müssen.

Dabei habe ich mich an einen interessanten Ansatz erinnert, aus Bibliothekskatalogen eine “google like”-Suchmaschine zu gestalten. In Kooperation von KOBV und der Pilotbibliothek Wissenschaftspark Albert Einstein (WAE) in Potsdam wurde die Library Search Engine “ALBERT” entwickelt.

ALBERT steht dabei für All Library Books, journals and Electronic Records Telegrafenberg.1

Es handelt sich um eine Web-Applikation für Bibliotheksangebote auf der Basis von Lucene. Das neue Tool, im Einsatz für den WAE “ALBERT” genannt, ersetzt die Suche in den Bibliothekskatalogen des WAE und erschließt über die eigenen Bibliotheksbestände (Bücher, Zeitschriften) hinaus weitere Suchräume – u.a. neueste Inhaltsverzeichnisse, Open Acces-Publikationen und fachspezifische Bibliographien.2

In dem dazu erschienen Artikel

Karin Herm und Sibylle Volz
The Library Search Engine: A Smart Solution for Integrating Resources Beyond Library Holdings
in: The Code4Lib Journal, Issue 4, 2008-09-22
http://journal.code4lib.org/articles/142:engl:

heißt es:

We didn’t want to reinvent the online public-access catalog (OPAC) or substitute the integrated library system (ILS), since we were quite satisfied with its circulation module, the user sign-in, and the personalization features. Instead, we focused on creating a tool to compensate for the unsatisfactory search and retrieval components of the online catalog.

Ich glaube, das Projekt ist ihnen gut gelungen. Ich – als “unerfahrene Nutzerin” 😉 – musste mir bei der Suche keine Gedanken darüber machen, ob ich einen Artikel suche, ein Buch, eine ganze Zeitschrift oder ob ich eine Datenbank durchsuchen muss, um ein Ergebnis zu erhalten.

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  1. Der Wissenschaftspark Albert Einstein, dessen Bibliothek diese Suche nutzt, liegt in Potsdam auf dem Telegrafenberg. []
  2. Artikel zur Library Search Engine des KOBV []

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b2i – endlich im Produktivstatus

Nach dem Bibliotheksportal im Oktober 2006 und dem b2iGuide Februar diesen Jahres geht ist nun das Wissenschaftsportal b2i für die Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaften ist endlich öffentlich zugänglich. Unter www.b2i.de kann man auf das DFG-geförderte Projekt zugreifen. Seit Januar 2006 arbeiten die SUB Göttingen, das Informationszentrum für Informationswissenschaft und -praxis, der Fachbereich Informationswissenschaften an der FH Potsdam, das Kompetenznetzwerk für Bibliotheken (KNB) und die Buchwissenschaft der Uni Erlangen-Nürnberg kooperativ zusammen.
b2i wird von der SUB Göttingen gehostet, die als zuständige Sondersammelgebietsbibliothek auch die Arbeiten am Wissenschaftsportal noch bis zu ihrem Ausscheiden Ende des Jahres koordiniert.

Quelle:
Maxi b2i ist online! via IB Weblog
Pressemitteilung von b2i

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