Primo Central klar und einfach erklärt

The Primo Central mega-aggregate of scholarly material in a cloud environment provides easy access to hundreds of millions of scholarly materials obtained from primary and secondary publishers and aggregators. Results are delivered in one blended, relevance-ranked Primo list.


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Einfluss Discovery Systems auf eJournal Nutzung

A Large-Scale Longitudinal Study of the Effect of Discovery Systems on Online Journal Usage

Welchen Effekt haben die eingesetzten Discovery Systeme auf die Nutzung elektronischer wissenschaftlicher Zeitschriften?

Die Ergebnisse sind überraschend und daran schließen sich weitere Fragen. Sind die Ergebnisse bei EBSCO Discovery deshalb so schlecht, weil die Nutzer nicht mehr auf die Verlagsseiten weitergeleitet werden, sondern in den Datenbankangeboten von EBSCO verschwinden? Warum haben die verschiedene Discovery Systeme unterschiedliche Auswirkungen auf die Nutzung der Journals? Gehen thematisch enge Journals (Journalanbieter) unter oder werden sie besser sichtbar? Wie erklären sich die Unterschiede bei den Discovery Systemen und ihren Auswirkungen auf die Nutzung der Journals? Ist der Anteil der Vermittlung durch Bibliotheken wirklich nur bei 12.4 Prozent? Welchen Einfluss hat die Größe der Bibliothek auf die Veränderung der Nutzung durch Einsatz eines Discovery Systems? Welchen Einfluss hat die Möglichkeit, wenn der Nutzer gleich auf den Volltext zugreifen kann?


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Ein Imagevideo der Yonsei University Library (Südkorea)


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Informationskompetente Suchräume

Frau Annemarie Nilges und Ralf Matalla sprachen über Suchräume als Teil der Arbeit um Informationskompetenz zu vermitteln, wobei sie Informationskompetenz als bibliothekarische Leitlinie der täglichen Arbeit definierten. Frau Nilges verstand dabei unter Suchräumen eine one-stop-Suchmöglichkeit, die schon der Vermittlung von Informationskompetenz dient. Sie sah durch die Gestaltung des Suchraums einen Beitrag zur Vermittlung von Informationskompetenz. Bibliotheken sollten sich diesem Paradigmenwechsel stellen, statt Teaching Library eher eine Learning Facility Library, d.h. die Bibliothek von heute sollte das Lernen und Forschen lehren. Von diesem Punkt aus ist es nur noch ein kleiner Schritt bis zur Ausgestatlung von Suchräumen.

Traditionell geht man bei Vermittlung von IK sehr linear vor: Man beginnt mit der Themeneingrenzung, baut eine Suchstrategie auf, sucht dann im lokalen Bibkatalog oder in lokal vorhandenen Datenbanken und geht weiter zur Fachinformation. Eventuell erwähnt man danach noch Google oder Google scholar und endet ganz vielleicht mit der Erwähnung von Literaturverwaltung. Dies steht alles unter der Prämisse einer analytisch-systematischen Vorgehensweise: erkennen, entwickeln, schrittweise anwenden… Doch dass ist eine sehr bibliothekarische Hervorgehensweise und ist es dabei unser Ziel neue Berufskollegen auszubilden?

Die Realität sieht anders aus. Da muss man nur sein eigenes Vorgehen einmal beobachten, wenn man selbst sich ein Thema „nicht-wissenschaftlich“ erarbeitet. Man sucht eher kumulativ, im Schneeballsystem, d.h. gesucht wird nicht linear geordnet und analytisch. Akzeptieren wir bitte die Realität. Den Studierenden fällt es schwer, schon die richtigen Informationsquellen auszuwählen und sie suchen daher eher in Google, Wikipedia und im Rahmen ihres Social Networkings, bevor sie sich an Kataloge und Datenbanken trauen.

Frau Nilges nannte folgende Kriterien für ihre Informationsauswahl:

  • Kürze der Information
  • Aktualität
  • Bekanntheitsgrad bei anderen/Empfehlung

Head/Eisenberg: Information Literacy Progress Report „Lessons Learned: How College Students Seek Information in the Digital Age“, 2009

Dieser Report zeigt, den Studierenden geht es heute nicht mehr um Vollständigkeit sondern um Relevanz und dieses hat Konsequenzen für die bibliothekarische Arbeit. Bibliothekare müssen ein kumulatives Vorgehen akzeptieren, und genauso, dass Relevanz Ranking mehr zählt als Vollständigkeit. Studierende nutzen andere Ausgangspunkte (z.B. Scopus) und geben sich mit 2-3 guten Beiträgen zufrieden, um dann im Schneeballsystem weiter vorzugehen. Dieses Wissen um (eine Veränderung von) Suchstrategien müssen die Bibliothekare in die Gestaltung von Suchsystemen einbringen. Das sollte auch zu einem Umdenken in der Vermittlung von Informationskompetenz führen.

Die Chancen für Suchräume bestehen darin, den Nutzer bei seiner Suche abzuholen. Durch gut gestaltete Suchräume können Schulungsinhalte entlastet werden und dadurch Personalkapazitäten freigesetzt werden, z.B. für eine Einzelberatung von Doktoranden.

Die Anforderung an die Gestaltung der Suchräume sind klar. Es sollte möglichst viel aus einem System heraus suchbar gemacht werden. Die Hilfeangebote müssen gut verständlich sein und auch technisch muss bei zu vielen und zu wenigen Treffern geholfen werden. Die Retrievalangebote müssen sich an den Gewohnheiten der Entnutzer orientieren. Dazu zählen auch Web2.0-Komponenten, z.B. der Aufbau einer Parallelwelt durch Tags, um so mehr die Relevanz wiederzuspiegeln.

Die Entwickler müssen sich auch die Grenzen deutlich machen. Bei der Cross-Search (Metasuche) gibt es noch kein optimales System und oft keine guten Ergebnisse. Die Suche muss weg von den analytischen Suchstrategien hin zu quick & dirty gehen. Die Möglichkeiten des Relevance Ranking statt eigener Analyse sind primär gut für Bachelor geeignet und ausreichend. Bei Wissenschaftlern müssen nun die freigewordenen Kapazitäten für Schulungen genutzt werden und die anderen Möglichkeiten der Recherche vorgesellt und vermittelt werden.

Herr Matalla stellte als Beispiel für die Schaffung von Suchräume Primo vor, das durch die Integration aller Datenquellen die Recherche verbessern sollte, da nun „alles aus einer Hand“ kommt. Bei Primo wird standardmäßig nach Relevanz sortiert. Relevanz wird dabei mathematisch berechnet, aber ist eben nicht ohne weiteres faßbar und für Bibliothekare nachvollziebar. Für die Nutzer positiv sind die Faszetten, die verschiedene Einschränkungsmöglichkeiten, Materialarten usw. angezeigen und für die Verfeinerung der Suche wichtig sind. Man kam sich an dieser Stelle wie in einer Werbeveranstaltung für Primo von ExLibris vor. Besser gewesen wäre es auch andere Beispiele vorzustellen, wie z.B. den InfoGuide (Beispiel Augsburg) oder ALBERT des Wissenschaftsparks Albert Einstein. Ein tolles Feature von Primo ist die Zusammenfassung von verschiedenen Exemplaren eines Titels, gerade wenn es ums Relevanz Ranking geht. Als weiteres Merkmal eines gutgestalteten Suchraums ist die Hilfe bei Rechtschreibfehlern und auch eine übersichtliche Darstellung. Das nächste Ziel der Düsseldorfer ist es, eine entsprechende Artikelsuche in Primo einzubinden (Metasuche). Doch dort müssen noch einige Probleme in der Darstellung überwunden werden.

Die beiden Vortragenden zogen für die Vermittlung von Informationskompetenz folgendes Fazit: Gestalten Sie Ihre Schulungsveranstaltungen um und beginnen Sie den Einstieg in die Recherche mit Zitationsdatenbanken (Relevance Ranking), nutzen Sie dann Google Schloar, um die Relevanz der Treffer zu bestätigen und gehen Sie erst danach zu Recherchestrategien und Datenbanken über. Planen Sie Zeit ein für die Arbeit an und mit Suchräumen.

Frau Lux aus Merseburg stellte berechtigt die Frage, wo der Nutzer sieht, aus welchen Datenbanken Informationen kommen? Frau Nilges Antwort klang ein wenig sehr spitz, als sie fragte, ob der Nutzer das überhaupt wissen muss. Für mich stellt sich die Frage, wie soll sich der Nutzer Doppelarbeit ersparen, wenn er nicht weiß, woher seine Informationen kommen. Außerdem ist es momentan immer noch der Fall, dass man in der eigentlichen Datenbank bessere Suchergebnisse erhält als über eine Metasuchoberfläche. Daher halte ich hier die Anzeige der Datenbank für unverzichtbar. Geben Sie Ihrem Nutzer die Chance, mündig zu werden. Wenn er über seine Suche nicht reflektiert, dann ist das ein anderes Thema.

Frau Simon stellte die Frage: Benötigen wir immer noch mehr Schulungen oder sollten wir das Suchen einfacher gestalten? Die Antwort darauf entnahm sie dem Vortrag. Die einfacheren Suchräume helfen Erfolgserlebnisse zu haben und holen den Bachelor da abholen, wo er ist. Problematisch ist, dass Zeitschriftenliteratur derzeit nicht über einen Katalog gefunden werden kann. Aufgabe der Bibliothek im Rahmen von Informationskompetenz ist es auch zu helfen, den Weg zur (digitalen) Literatur zu vereinfachen.

Es folgte eine kritische Stimme zum Relevanz Ranking, dass es auch bestimmte Datenbanken gibt, die selbst im Fach nicht so bekannt sind, aber sehr relevante Inhalte enthalten können, so dass sich die Informationskompetenz nicht nur auf Suchräume beschränken darf, da sich die Komplexität so nicht vollständig abbilden lässt. Frau Nilges sieht im Suchrauch auch nur eine weitere Fascette im Gesamtkontext der Vermittlung von Informationskompetenz.

Als Ergebnis des Vortrages bleiben Fragen: Was wollen wir im Rahmen von Informationskompetenz vermitteln und was können wir vermitteln im Rahmen der Strukturen, mit denen wir umgehen müssen (Zeit, Personal, Vorwissen, etc.)? Wie können wir unsere Nutzer an der richtigen Stelle abholen? In welcher Form müssen wir unsere Kollegen schulen, damit diese adäquat reagieren können?


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Primo für Österreichische Bibliotheken

Die Österreichische Bibliothekenverbund und Service GmbH (OBVSG) setzt zukünftig auf Primo:engl: , eine Bibliothekssoftware der israelischen Firma Ex Libris. Damit reagiert man auf ein verändertes Rechercheverhalten der Nutzer. Primo wird dabei die neue Schnittstelle zum Suchenden, während Aleph im Hintergrund weiterhin für die Verwaltung der Bestände eingesetzt wird.

Der Vorteil von Primo ist, dass diese Software nicht wie ein klassischer OPAC die Metadaten der Bestände erfasst und durchsuchbar macht, sondern dass hiermit auch die Volltexte von Digitalisaten indiziert werden können. Damit lassen sich auch Zeitschriften, E-Books und Hochschulschriften, die derzeit noch in seperaten Systemen erfasst werden, unter einer einheitlichen Web-Rechercheoberfläche durchsuchen und hoffentlich auch finden 😉 .

Weitere „Features“ sind:

  • Vorschläge für „verwandte“ Literatur
  • Verfassbarkeit eigener Rezensionen
  • Bewertung bestimmter Titel
  • alternative Suchvorschläge
  • Sortierung Treffer nach Relevanz
  • Übertragung Suchergebnisse in externe Literaturverwaltungssystem wie Connotea

Die Anfangsinvestitionen für den Verbundkatalog belaufen sich auf circa 200.000 Euro. Hinzu kommen noch die Kosten für die Lizenzen der Einzelbibliotheken. Herbst 2009 will man damit in den Produktionsbetrieb gehen.

Quelle:
Neue Software für Österreichs Bibliotheken via futurezone von ORF.at


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