Ein Imagevideo der Guildhall Library in London


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Die Nationalbibliothek von Bosnien-Herzegowina wurde gestern feierlich wiedereröffnet

This is about restoring the densely woven intellectual tapestry of our continent — a tapestry of diverse cultures and beliefs and peoples.“ Valentin Inzko

Fotograf: Midhat Peturovic

22 Jahre nach der Zerstörung der Nationalbibliothek in Sarajevo wurde diese endlich vollständig renoviert und gestern zum Europatag feierlich wiedereröffnet. Hier im Blog wurde schon mehrfach über die Geschichte, die Provenienz der Bestände und über die weiter anhaltenden ethnischen Spannungen berichtet. 2012 war die Einrichtung für mehrere Monate geschlossen. Mit Hilfe von Gelder der EU und über Spenden konnte die Bibliothek in ihren ursprpünglichen Zustand wiederhergestellt werden. Für die Hälfte der Kosten von 16 Milllionen Euro kam die Europäische Union auf.


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Aus aktuellem Anlass: Ein Dokumentarfilm zur Bücherrettung der Gazi Husrev-Beg Bibliothek im Jahr 1992

„A biblioclasm or libricide is always totemic of the loss of the better parts of our nature, and the 1992 devastation of Sarajevo’s library was an iconic moment in the devastating war, a symbol of the assault on culture, dialogue, subtlety, multiplicity, and language. The constitutional text that has frozen Bosnia into its compulsory ethnic identity-lines is seen by many as a continuing of this loss – but the plurality of Balkan voices, from the writers who have emerged since the war to the stories of those who struggled to salvage the manuscripts, still speaks to the strength of dialogue, even in book-burning times.“ Heather McRobie

Im Januar diesen Jahres wurde im Blog über eine vorübergehende Schließung der National- und Universitätsbibliothek (NUBBiH) in Sarajevo berichtet, die meines Erachtens aufgrund ihres maurischen Stils große architektonische Ähnlichkeit mit der großen Synagoge in der Dohánystraße (Tabakgasse) in Budapest aufweist.Ich denke, es handelte es sich um einen internationalen Weckruf/, um auf die angespannte finanzielle Situation der Bibliothek aufmerksam zu machen und aufgrund der Tatsache, dass es zurzeit eine Renovierung der Innenarchitektur gibt. Weitere Infos auf Englisch oder Deutsch zur Wiederöffnung der Einrichtung fand ich nicht. Die Problematik des multiethnischen Regierens nach einem Bürgerkrieg und einer vierjährigen Belagerung dieser Stadt wurde versucht näher zu erläutern, da nach dem Friedensabkommen von Dayton 1995 neben der Förderation Bosnien und Herzegowina noch die Republika Srpska und der Distrikt Brčko hinzukamen.

Vor exakt 20 Jahren und einem Monat, in der Nacht vom 25.08. auf den 26.08. brannte die Bibliothek. Laut Dubravko Lovrenović, dem heutigen Kulturminister, hat sich das Land von dieser Zerstörung bis heute nicht erholt. Die National- und Universitätsbibliothek brannte zwei Tage lang und Heckenschützen verhinderten den Einsatz der städtischen Feuerwehr oder andere zivile Löschversuche. Nach Auskünften der Stadtverwaltung sollen die Renovierungsarbeiten 2014 abgeschlossen sein. Das alles ist noch Zukunftsmusik und noch ist das kein sicheres Datum, aber es wäre durchaus begrüßenswert einer der nächsten IFLA-Kongreße (nach 2014) in Sarajevo stattfinden zu lassen, um symbolisch die Bedeutung dieser Einrichtung zu würdigen. Weitere interessante Links zur Geschichte, Videos und Facebookseite sind am Ende dieses Beitrags angefügt.

Im Dokumentarfilm „For the Love of Books: Sarajevo Story„, geht es um eine Gruppe von Buchliebhabern bzw. mutige Bürger Sarajevos, die ihr Leben riskierten, um ca. 10.000 Bände der Gazi Husrev-Beg Bibliothek aus dem Jahr 1537 zu retten, die Teil der National- und Universitätsbibliothek sind. Der Film basiert auf eine wahre Begebenheit im Jahr 1992. Die Wertschätzung von Büchern und Bibliotheken wird hierbei deutlich, da sie kultur-, erinnerungs- und identitätsstiftend für eine Kultur sind.

Gefunden: via FU Berlin Biblioblog und BiB-Facebookseite

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Aus aktuellem Anlass: Am 21.09. wurde die “Bibliothèque de l’Hôtel de Ville” in Paris wiedereröffnet

Die seit 2007 geschlossene Bibliothek, wurde am 21. September wiedereröffnet. Früher hieß sie „Bibliothèque administrative de la Ville de Paris und nun „Bibliothèque de l’Hôtel de Ville„. Die Kosten der Renovierung beliefen sich auf ungefähr 1.870 000 Euro. Im 5. Stockwerk des Pariser Rathauses angesiedelt, bietet sie auf einer Fläche von 600 m² 100 Leseplätze und einen Bestand von ca. 600.000 Medieneinheiten. Sie wurde komplett renoviert und ist nun endlich auch barrierefrei. Bereits während der  „Journées du patrimoine“  gab es  am 18.09. und 19.09. die Gelegenheit eines Besuchs der Bibliothek. Unter dem folgenden Link gibt es ein Video, das Bertrand Delanoë, den Bürgermeister von Paris, dabei zeigt, wie er die Laudatio zur Wiedereröffnung der Bibliothek hielt. In seiner Rede betonte Delanoë die Bedeutung dieser Bibliothek, die 1871 von Alexandre Vattemare errichtet wurde.  Er bezeichnete Vattemare nicht nur als unermüdlichen Förderer eines internationalen Kulturaustauschs, sondern auch als den Erfinder der modernen öffentlichen Bibliothek („bibliothèque américaine“). Auf der Webseite der „Bibliothèque Administrative de la Ville de Paris (BAVP)“  gibt es mehr Informationen zur Geschichte, zum Service und zum wertvollen historischen Bestand der Bibliothek.


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