Gibt ein alter E-Book-Hase auf?

 

Verabschiedet sich Sony von seiner E-Book-Sparte? Schlägt hier die Konkurrenz von Amazons Kindle + Shop zu und zwingt einen der ersten Anbieter, sich vom Mark zurück zu ziehen? Ich gebe zu, ich besitze einen Sony-Reader und wir zwei sind nie wirklich miteinander warm geworden, nachdem ich auch das bequeme Handling des Kindle zu schätzen gelernt habe (und weil Amazon einer der größten Anbieter ist, muss ich nicht fürchten, demnächst ohne Bücher dazustehen). Dennoch ganz ohne Sony kam ich nicht aus, denn Amazon hat nicht alle Bücher im Angebot (man staune, aber so ist es), erlaubt keine Nutzung der Onleihe (anderes Format) und eigentlich wollte ich nicht nur bei Amazon kaufen (wurde aber einfach zu umständlich mit dem Sony und den schlechten Martplätzen von Thalia, Jokers, Weltbild und Co.). Während man die Bücher bei Sony irgendwo auf einem echt internetfähigen Gerät kauft und am besten dann von da aus auch gleich über ein Kabel auf den Reader schiebt, kann man bei Kindle das gekaufte Buch einem Gerät zuordnen und sobald dieses das nächste Mal sich in ein WLAN-Netzt einklinkt, wird das gekaufte Buch synchronisiert. Einfacher geht nicht!

Was sehe ich gerade als problematisch an:

  1. Hier werden Informationen über Leser (Bestandskunden) ausgetauscht.
  2. Was passiert allerdings mit dem Shop-Angebot? Mit der Langzeitverfügbarkeit der Bücher?
  3. Kobo kann nur die Rechte für die Bücher verwalten, die in ihrem eigenen Shop angeboten werden. Für alle anderen Bücher wird es komplizierter.

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Google umwirbt Sony

Google hat sich ja bis jetzt im E-Book-Reader-Markt noch gar nicht zu Wort gemeldet. Doch jetzt meldet sich der Suchmaschinengigant und umwirbt Sony mit einem Geschenk von 500.000 E-Books. Damit kann Sony darauf hoffen, dass seine Reader eine wirkliche Konkurrenz zum Kindle werden. In den USA bietet Amazon für seinen Reader derzeit 600.000 Bücher zum Download an.

Sony kann da mit 500.000 Büchern gut mithalten. Für Europa heißt dies, dass man auch hier noch sehr viele Bücher anbieten kann.

Sony kündigt dieses riesige Geschenk als

einen “logischen Schritt [an], um mehr Menschen mehr Bücher zu bringen, um Information überall und auf jedem Gerät verfügbar zu machen”. Die offizielle Ankündigung von Google steht noch aus – für Donnerstagnachmittag ist eine Telefonkonferenz geplant.

Google unterstützt eine offene Plattform für den Zugang und die Darstellung von Büchern. Man möchte sich deshalb nicht auf einen Technologie-Anbieter festlegen. Ziel ist es, den Menschen überall auf der Erde die Welt der Bücher zugänglich zu machen. Viele der Bücher bei Google sind mit einer speziellen Software in durchsuchbare Textdateien überführt worden. Die lassen sich auch mit dem Google-Betriebssystem Android auf dem Handy lesen. Bei diesem Anspruch ist es natürlich mehr als folgerichtig, die Dateien nun auch auf anderen Geräten zur Verfügung zu stellen.

Associated Press gibt an, dass die Bücher, die in einem passenden E-Book-Format angeboten warden, aus der Zeit vor 1923 stammen. Hier kann Google davon ausgehen, dass diese Bücher in der Public Domain liegen.

Die meisten Bücher bei Google Books liegen als PDF vor und werden jetzt von Google im Epub-Format zur Verfügung gestellt. Dadurch lassen sie sich auf dem Sony Reader besser darstellen. Nachteilig für das Sony-Gerät gegenüber dem Kindle erweist sich die fehlende Drahtlosverbindung, so dass man immer wieder auf den Computer oder ein anderes Download-Gerät angewiesen ist.

Libreka, die deutsche E-Book-Plattform krankt ja nicht nur an einer unmöglichen Usability sondern auch an einer zu geringen Anzahl von herunterladbaren Büchern im PDF-Format. Bücher im Epub-Format lassen sich noch auf sich warten. Bei gemeinfreien E-Books bietet sich das Projekt Gutenberg an.

Für das Epub-Format ist die Allianz von Google und Sony ein Vorteil. Damit könnte sich ein offener Standard durchsetzen. Dies wäre ein Nachteil für Amazons Kindle, dessen proprietäres Format nicht von anderen Lesegeräten dargestellt werden kann. Amazon isoliert sich derzeit, zumal Amazon anderen Anbietern verbietet, Bücher in diesem Format zu veröffentlichen.

Quellen:
E-Books: Sony verbündet sich mit Google gegen Amazon via heise online
Google schenkt Sony 500.000 Bücher, Spiegel online

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Der E-Book-Reader-Olymp wird heiß umkämpft

M.J. Rose war schon von E-Book begeistert, als die Buchindustrie sich vor der Idee noch fürchtete und veröffentlichte ihr erstes Buch als E-Book. So verwundert es nicht, dass sie eine begeisterte Besitzerin eines Amazon Kindle ist. Ausschlaggebend wie für viele Besitzer des Kindles war die WLAN-Technologie, die einen einfachen Download eines Buches aus dem Kindle-Store erlaubten. Die Autorin glaubt, dass Kindle den Markt dominieren wird.

Wenige zweifeln daran, dass Amazon seinen Kindle im Buchmarkt gerne so gut aufgestellt sehen will, wie Apple’s iPod im Musikmarkt. James McQuivey, ein Technologie-Analyst der Forrester Forschungsanstalt, sieht das nicht so deutlich, da auch Sony sich mit seinem Lesegerät sehr gut auf dem Markt behauptet und auch neue Anbieter warten bereits darauf, in den Wettbewerb einzugreifen.

Nach McQuivey Meinung hat sich die Medienlandschaft seit der Einführung des iPods und dem iTunes-Portal geändert. Die Verleger haben in den letzten Jahren sehr genau beobachtet, was Apple in der Musikindustrie getan hat und sind nicht bereit, kampflos gegenüber Amazon aufzugeben.

Es gibt Parallelen. Wie Apple mit iTunes hat auch Amazon seinen eigenen Laden, in dem Kindle-Besitzer aufgrund der sehr begrenzten unterstützten Formate ihre E-Books erwerben müssen. Diese Art des Geschäftsmodell kann laut dem Bertelsmann Co-Chairman Richard Sarnoff zu einer monopolistischen Preisgestaltung führen.

Manchmal scheint das in der Euphorie, die zur Zeit mit Kindle & Co einhergeht nicht ganz so klar.

No one expects e-books to overtake printed books as rapidly as digital music overtook CDs and albums.

Ob das nur damit zu tun hat, dass viele Leser bereits älter und daher mehr dem Buch verbunden sind, wage ich zu bezweiflen. Es hat wohl auch mit fehlenden, komplizierten oder überflüssigen Funktionen der Geräte zu tun und einer gewissen Lust- und Ideenlosigkeit der Buchindustrie.
Andererseits sind die Verleger nicht in der gleichen Situation wie es die Musikindustrie war, als der iPod auf den Markt kam.

“There’s a fair amount of trust in our business, and we think that will provide a reasonable basis to find the appropriate levels of pricing up and down the chain for digital books,” Sarnoff says.

Problematisch wird die Situation allerdings für den Buchhandel, die am meisten zu verlieren haben.

Milwaukee bookseller Daniel Goldin says his mantra is A.B.K. — “anything but Kindle.”

Der Buchhandel ist darauf angewiesen, dass die E-Book-Reader-Anbieter sie mit einschließen. Voraussetzung ist eine differenzierte Plattform, wo der Buchhandel als Einzelhändler von Inhalten ein Stück des E-Book-Geschäfts abbekommt.

However, do expect over the next ten years to see a hybrid industry of books both in print and digital formats. We likely will see books published in two versions at two different costs to serve more markets.

Ob das ausreicht, um sich diesen Markt zu erschließen? Das wage ich zu bezweifeln. Warum besitzen derzeit so wenige Leser einen E-Book-Reader (mich eingeschlossen)?

Hm, da ist wohl einmal die Vielfalt an Angeboten. Es gibt die Handy-iPhone-Vertreter, die Besitzer eines PDAs, die Laptop-Leser, die Netbook-Nutzer und Leseratten, die weiterhin das Rascheln des Papieres, die Browse-Möglichkeiten bevorzugen, die nur ein Buch möglich macht. Die Faszination der “eigenen Bibliothek” im Wohnzimmer oder der büchergepflasterten Wand im Flur kann so ein Gerät, dass bequem in einen Briefumschlag passt, nicht ersetzen.

Ein zweites Problem sind die anfallenden Kosten. Für ein Produkt, was gestern angekündigt wurde, heute auf den Markt kommt und eigentlich schon veraltet ist, weil längst die nächste Generation angekündigt wurde, ist mit minimal 250,- Euro Geldeinsatz einfach zu teuer. Wer will so viel Geld für eine veraltete Hardware auszugeben. Das Buch als Hardware ist ja mehr oder weniger über Jahrhunderte gleich geblieben. 😉

Most people read print and use electronic devises to search, browse and discover. E-book reading technology may be acceptable to many people as an additional book-type device, but only if the price is right.

Die Rechtesituation ist ein dritter Punkt. Was passiert mit dem erworbenen Inhalt, wenn ich ihn auf einem anderen Gerät auch lesen möchte? Wie ist die Lizenzsituation, wenn ich das gelesene E-Book weiterverkaufen will? Alltagssituationen wie Geschenk, Tausch oder Leihe werden erheblich komplizierter. Das bei der Musik verteufelte Digital Rights Management in seiner negativen Form begegnet uns nun im Bereich des E-Books.

But what does bother me about the Kindle’s DRM is the fact that once you download a book, it is permanently bound to your Kindle account. The new Kindle lets you share the content if you own multiple units and Amazon says it will make Kindle content available on other devices. But what you cannot do is sell, trade, or give away the book when you are done with it.

Dadurch wird nicht nur die Weitergabe eingeschränkt, sondern auch Nutzungsfunktionen, wie das Unterstreichen oder Annotieren, denn damit würde ja die Originaldatei verändert oder es müsste eine entsprechende Kopie gespeichert werden.

Nicht zu vergessen sind auch die Nutzungseinschränkungen, die durch die “Technologisierung” des Buches entstehen. Man braucht immer Strom, wenn dies auch durch die E-Paper-Displays verschwindend gering ist. Man muss sehr sorgsam mit dem Gerät umgehen, denn Wasser und Staub sind tödlich. Ein Nachmittag am Strand oder ein Abend in der Badewanne sind nur mit erhöhter Vorsicht möglich. Auch ein einmal nass gewordenes Buch lässt sich danach noch problemlos nutzen. Es sieht halt nur nicht mehr so gut aus.

Das sind mehr Probleme als man für ein “Zusatzprodukt” akzeptieren würde. Sicherlich helfen Suchfunktionen der Volltextsuche weiter, aber die helfen so nicht über die anderen Mankos hinweg. Und die Suchfunktionen lassen sich auch über andere Geräte nutzen. Dafür benötige ich zumindest kein eigenes Lesegerät.

Je mehr ich mich mit diesem Thema beschäftige, desto eher komme ich zu dem Ergebnis: 2009 ist nicht das Jahr des E-Books, sondern 2009 ist das Jahr des Hypes um das E-Book.

Quellen:
Neary, Lynn: Battle Brewing Over Electronic Books:engl: bei NPR
Spieler, Geri: Slouching Towards E-books:engl: bei The Huffington Post
Wildstrom, Stephen: How Do I Sell My eBook: Kindle, Rights Management, and First Sale:engl: via The TechBeat

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Sony-Reader kommt nach Deutschland

Der Run auf den Deutschen Markt für E-Book-Lesegeräte wird gestartet. Sony startet mit dem PRS-505. Hauptkonkurrent Amazon wollte im ersten Quartal mit seinem Kindle 2 Deutschland erobern. Und dritter Marktanwärter ist derzeit der txtr-Reader aus Berlin, der im Sommer auf den Markt kommen soll.

Sony will zum 11.03. den E-Book-Readers PRS-505 in Deutschland einführen. Ab diesem Datum ist dann das Lesegerät bundesweit für den Preis von 299 Euro in 230 Thalia-Filialen und anderen Buchhandlungen erhältlich. Passende E-Books lassen sich auf der Website von Thalia erwerben.

“Das Angebot von Content und Hardware aus einer Hand ist für uns einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für den Reader”, sagte Martin Winkler, Marketing Director von Sony Deutschland. “Wir freuen uns, mit dem deutschen Buchhandel einen kompetenten Partner gewonnen zu haben.” Grundsätzlich könne jeder Buchhändler den Reader sowie E-Books von Sonys Großhandelspartner Libri beziehen und in seinem Geschäft verkaufen.

Wichtig ist, dass bereits zum Marktstart ein attraktives Angebot von E-Books aus den Bereichen Belletristik und Sachbuch von Verlagen wie C. Bertelsmann, Goldmann, Heyne, Siedler, Eichborn, Hoffmann und Campe, Hanser, Lübbe, Campus, DTV und Beltz zur Verfügung stehen. Laut Sony werden mehrere Tausens Titel im Epub-Format angeboten.

Zum Einführungsangebot des dem PRS-505 gibt es die vorinstallierten Romane “Gut gegen Nordwind” von Daniel Glattauer und “Querschläger” von Silvia Roth und außerdem Leseproben von Helmut Schmidts “Außer Dienst” oder “Wer bin ich – und wenn ja wie viele? Eine philosophische Reise” von Richard D. Precht und weitere Auszüge aus aktuellen Bestsellern.

Im Lieferumfang enthalten ist ein USB-Kabel zum Download der Inhalte über einen Computer und zum Laden des Readers. Ein passendes Netzteil muss allerdings als Zubehör extra erworben werden.

Sony verspricht, dass der Akku für die Lektüre von zwölf Romanen nur einmal aufgeladen werden muss.

Der große Vorteil des Sonys Reader ist die Unterstützung des nichtproprietären Formats EPUB, aber auch die Wiedergabemöglichkeit für Text-, Audio- und Fotodateien in den gängigen Dateiformaten. Speicherbar sind auf dem internen Speicher von 192 MByteetwa 160 Titel im EPUB-Format. Insgesamt ist das Lesegerät mit einem Speicherstick oder mit SD-Karten auf maximal 16 GByte erweiterbar. Dies soll für 13.000 Bücher reichen.

Bestellmöglichkeiten gibt es ab sofort: im Sony Style Store in Berlin, auf Sony Style Online oder bei Thalia.

Quellen:
Greif, Björn: Sony Reader kommt am 11. März nach Deutschland bei ZDNet
Sonys E-Book-Reader ab 11. März in Deutschland via golem.de

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Sony oder Kindle – Das Für und Wider

Wirtschaftswoche-Korrespondent Matthias Hohensee bewertet rein subjektiv das Lesegerät Sony PR 505 und den Amazon Kindle.

Aussehen:
Sony PR 505: schlankes, silbriges Gehäuse
Amazon Kindle: plastik, “hässlich”, auf der linken Seite für Rechtshänder fehlplazierte Tasten zur Bedienung

Technik und Funktionen:
Sony PR 505: muss zum Befüllen an einen Computer mit Betriebssystem Microsoft Windows gekoppelt werden, keine Notizfunktion; Achtung: Dank des US-Programmierers Kovid Goyal gibt es zumindest ein kostenloses Programm namens Libprs 500, das den Sony auch für den Mac und für Linux nutzbar macht. – nicht erwähnt wird die Formatvielfalt, die dieses Gerät darstellen kann.
Amazon Kindle: “Mobilfunkmodul” – Computer nicht notwendig, mit einem Tastendruck abstellbar, über die Tastatur eingebbare Notizen, Nachschlagefunktion für Bedeutungen von Wörten in einem integrierten Lexikon, durch Internetfunktion möglich das Abrufen von E-Mails, Erwerb neuer Literatur. Verschwiegen wird die Formatbindung für die E-Books (Mobipocket-Format, Kindle-Format).

Preis:
Amazon Kindle: 399 Dollar (in den USA gibt es dafür bereits Notebooks)

Inhalte:
Sony PR 505: nur Bücher, keine Zeitschriften o. Magazine
Amazon Kindle: aktuelle Nachrichten von bspw. Forbes, Fortune, Wall Street Journal, FAZ, – d.h. neueste Zeitungen und Magazine, schon ab 60 Cent pro Ausgabe

Größe:
Amazon Kindle: klein, leicht, handhabbar im Flugzeug
Laptop: schwerer, unhandlicher, größer

Display:
Sony PR 505: von E-Ink (leichter Grauschleier), keine Hintergrundbeleuchtung, augenschonend, ungeeignet fürs Lesen im Dunkeln
Amazon Kindle: von E-Ink (leichter Grauschleier), keine Hintergrundbeleuchtung, augenschonend, ungeeignet fürs Lesen im Dunkeln

Fazit:

Toll wäre ein Zwitter aus beiden Geräten. Amazon könnte sich auf die Inhalte konzentrieren, Sony auf die Weiterentwicklung der Hardware. Alternativ könnte Sony sein Lesegerät ebenfalls mit einem Mobilfunkmodul ausstatten. Auf jeden Fall sollten beide Hersteller ernsthaft darüber nachdenken, ihre Geräte auch in Europa anzubieten. Das Sony hat in Deutschland bereits viele Anhänger, die das Gerät über US-Internet-Händler ordern.

Quelle:
Hohensee, Matthias: Produkt-Vergleich: Digitale Lesegeräte im Test via Wirtschaftswoche

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E-Book-Reader aus Berlin

In Deutschland geht es voran mit dem E-Book. 😉 Der Berliner Hersteller txtr will einen zum Kindle und dem Sony PRS-505 konkurrenzfähigen Reader:engl: im Sommer 2009 auf den Markt bringen. Überzeugen soll das Lesegerät:engl: mit seiner E-Ink-Technik für das Display, verschiedene drahtlose Schnittstellen, einer Displaygröße von 6 Zoll und einer Auflösung von 800 x 600 Pixeln. Da das Display auf der Technik von E-Ink:engl: beruht, soll wie bei echtem Papier auch bei direkter Sonneneinstrahlung eine gute Lesbarkeit sichergestellt bleiben. Nach Herstellerangaben können bis zu 16 Graustufen dargestellt und sogar Animationen abgespielt werden. Ein weiterer Vorteil ist der geringe Stromverbrauch, da diese Displays ohne Hintergrundbeleuchtung auskommen. Strom wird nur zum Umblättern gebraucht, so dass eine Akkuladung mehrere Wochen halten soll.

Der linux-basierte Reader wird mit einem internen Flash-Speicher von 1 GByte ausgerüstet, wobei die Speicherkapazität über den SD-Karten-Slot jederzeit vergrößert werden kann. Mit zum Lieferumfang wird eine 8 GByte-Karte gehören, auf der Texte vorinstalliert sind. Über einen USB-Anschluss, per WLAN, GPRS oder UMTS können E-Books heruntergeladen werden. Ergänzt wird das Angebot über den Dienst “txtr share”. Dort können Nutzer Texte direkt zwischen zwei Geräten austauschen.

Der Nutzer kann Textdateien von der Plattform textr.com, die bereits existiert, direkt auf sein Lesegerät übertragen. Die E-Texte stammen teilweise sogar von Nutzern, aber das Angebot wird durch einen Shop für digitale Bücher ergänzt, so dass die Leser Titel aus Verlagsprogrammen erwerben können.

Der E-Book-Reader kann laut Hersteller alle digitalen Dokumentenformate darstellen. Dazu gehören neben verschiedenen E-Book-Formaten auch Powerpoint-Präsentationen oder verschiedene Textverarbeitungsformate. Kombiniert mit einem Bluetooth-Headset wird aus dem Reader ein Vorleser, der Audiodateien im MP3-Format abspielt.

Wenn der Preis des Gerätes mithalten kann mit den Preisen für die Reader der großen Konkurrenten, wird sich dieses Lesegerät sicherlich behaupten können.

Quelle:
txtr reader – der E-Book-Reader aus Berlin via golem.de

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E-Book-Reader – Was ist die Zukunft?

Die Zukunftswerkstatt wirft in ihrem Beitrag “e-Book-Reader oder was-Reader?” die Frage auf, welcher Reader sich durchsetzen wird und welche Eigenschaften er haben muss.
Aufhänger war die Veröffentlichung der javabasierten Software PG Mobile – Project Gutenberg’s Mobile Edition des Gutenberg Projekts, mit der die Texte des Projektes und auch dazugehörige Bilder in eine handylesbare Form umgewandelt werden können. Damit lassen sich über 25.000 E-Books auf den Handys lesen.

Das Projekt Gutenberg fragt bei der Ankündigung der Readersoftware:engl: :

Why using Amazon’s proprietary Kindle when you can use your mobile phone instead?

Handydisplays können mit Helligkeit und Kontrast punkten. Sicherlich ist auch die Rechenleistung der einzelnen Handys gut genug, um damit E-Books gut lesen zu können. Und Handys besitzen im Gegensatz z.B. zum Sony-Reader oder eben zum Kindle bereits viele. Warum sollte man also in ein großes, zusätzliches Lesegerät investieren? Die Zukunftswerkstatt fragt zudem:

Wollen Sie das Gerät auch jeden Tag mitschleppen, wenn Sie sowieso schon ein Laptop als „großes” Lesergerät benutzen?

Ein Grund für eine zusätzliche Reader-Hardware ist sicherlich der bessere Lesekompfort durch die größeren Displays. Außerdem ist bei beiden Readern auch das Angebot an Titeln ausreichend (vom englischen Angebot ausgehend). Der Sony-Reader bietet zudem ebenfalls die Möglichkeit, E-Books des Projekts Gutenberg zu lesen.
Für den proprietären Kindle ist es möglich ca. 170.000 Titel bei Amazon zu erwerben und weitere kostenlos verfügbare Titel (im Internet:engl: , bei Bibliotheken:engl: )auf das Gerät zu laden. Allerdings unterstützt Kindle im Gegensatz zum Sony-Reader weder das PDF- noch das epub-Format.

Bei den Handys lassen sich diese Formate bequem anzeigen. Der Vorteil eines größeren Displays der reinen Reader-Hardware schwindet auch hier zunehmend, das Handys mit einem immer größeren Display ausgestattet werden und Textgrößen mit einer Fingerbewegung angepasst werden, so beispielsweise beim iPhone.

Laut der Horizon-Report:engl: wird Mobilität in nächsten zwei bis drei Jahre ein großes Thema, durch technische Entwicklung wie zum Beispiel neue Handys (mit großem Display) und eBook-Reader wird die Informationsbeschaffung immer ortsunabhängig. Wenn wir Kindle als ein Mobilgerät betrachten, ist das noch zu erwarten, ob das reine „Lesegerät” von ihren Kunden angenommen wird. Hier meine ich nicht nur die Multifunktionalität, sonder auch die technische Einschränkung von eInk -basierte eBook-Reader, damit die Grafik und Videos nicht anzeigen kann.

Das E-Paper mit der Verknüpfung von Papier- und Computerbildschirmqualität kann für die Reader eine Chance sein, besonders bei kurzen Werken mit Wegwerfqualitäten. Im Zeitungsbereich beginnt man hier langsam damit zu experimentieren.

Das Magazin Esquire brachte am 8. September 2008 zum 75. Jahrestag als erstes Magazin ein Cover mit elektronischem Papier:engl: :video: heraus.[7] Die “Special Collector’s Edition” wurde 100.000 mal hergestellt. Elektronisches Papier

Ob das Elektronische Papier eine wirkliche Chance für eigenständige Geräte ist, muss sich erst noch erweisen.

Über die Zukunft der eigenständigen Reader-Hardware werden ihre Funktionalitäten entscheiden. Neben dem Bedien- und Lesekompfort werden ihre Offenheit verschiedensten Text-Formaten gegenüber, Annotationsmöglichkeiten, Lesezeichenfunktionen, ihre Synchronisierbarkeit mit anderen Lesemöglichkeiten, Aktualisierbarkeit der darauf enthaltenen Software, Datensicherheit, Benutzungseinschränkungen durch DRM oder proprietäre Beschränkungen, Speicher- und Akkukapazitäten und viele andere Kleinigkeiten mit für Erfolg oder Niederlage entscheidend sein. Allerdings schätze ich die Chancen für diese eigenständigen Geräte derzeit als sehr gering ein, zumal der Trend zu Multifunktionsgeräten und größtmöglicher Mobilität ungebrochen ist.

Quelle:
Jintan: e-Book-Reader oder was-Reader? via Zukunftswerkstatt

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E-Books – Startet jetzt auch der deutsche Markt endlich?

E-Books scheinen in Deutschland seit der Frankfurter Buchmesse das Thema zu sein. Das Blog “Nachrichten für Öffentliche Bibliotheken in NRW” berichtet:

Der Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels (MVB) hat auf der Frankfurter Buchmesse die Erweiterung der Online-Volltextsuche libreka! um einen E-Book-Shop angekündigt.

Bereits im ersten Halbjahr 2009 sollen nun über die Plattform libreka! E-Books im offenen E-Book-Format EPUB der:engl: vertrieben werden.
EPUB als Format ist eine kluge Wahl, denn:

“”EPUB” allows publishers to produce and send a single digital publication file through distribution and offers consumers interoperability between software/hardware for unencrypted reflowable digital books and other publications.”1

E-Book-Leser von Sony-Geräten könnten damit diese Bücher herunterladen und lesen.

“Mit der Ankündigung, den Sony Reader PRS 505 ab Frühjahr 2009 zusammen mit mehreren Tausend E-Book-Titeln im deutschen Buchhandel anzubieten, haben Libri, Thalia und Sony das Rennen um das E-Book-Geschäft in Deutschland eröffnet. 2

Mit dem E-Book-Jahr 2009 scheint der erste ernsthafte Kampf um den zahlenden E-Book-Kunden auszubrechen. Zum ersten Mal kann man glauben, dass sich das E-Book mit den immer besser werdenden Lesegeräten zumindest in den technikaffinen Bereichen der Gesellschaft durchzusetzen vermag.

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  1. International Digital Publishing Forum (IDPF):engl: []
  2. Das E-Book-Rennen im Buchhandel ist eröffnet via Börsenblatt.net []

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2009 – Jahr des E-Books

2009 wird wohl das Jahr des E-Books, denn nach Amazon will auch Sony im nächsten Jahr mit seinem E-Book-Lesegerät um die Gunst der Nutzer buhlen. Bereits im ersten Halbjahr soll der Reader eingeführt werden. Das Geheimnis um die Partner, mit denen Sony in Deutschland zusammenarbeiten will, wird bereits auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober bekanntgeben. Voraussichtlich werden das Buchverlage sein. Es wird viel Wert auf gute Partner gelegt, da das Sony-Angebot zu einem großen Teil mit der Qualität der Inhalte Erfolg hat. Ein weiterer Faktor ist das Schwarz-Weiß-Display, welches mittels elektronischer Tinte arbeitet, d.h. es benötigt kein Hintergrundlicht und ist damit selbst bei direktem Sonnenlicht so gut lesbar wie ein Buch. Strom wird nur dann verbraucht, wenn man zu einer neuen Seite umblättert.
Das hat der Sony-Reader mit dem Kindle gemeinsam.

Der Sony-Reader ist bei Größe eines Taschenbuches nicht einmal einen Zentimeter dick und wiegt 260 g. Der Bildschirm hat eine Diagonale von etwa 15 Zentimetern. Die Akkuladung reicht nach Sony-Angaben, um 6800 Seiten umzuschlagen.
Der Amazon Kindle wiegt 292 Gramm und misst 19,1 mal 13,5 mal 1,8 Zentimeter. Hinzu kommt eine drahtlose Schnittstelle, über die elektronische Angebote abonniert werden können. Bei eingeschalteter Schnittstelle hält der Akku ca. 2 Tage.

„Wir haben großen Wert auf die Akkulaufzeiten gelegt“, sagt ein Sony-Produktmanager. Deswegen verzichte Sony im ersten Schritt auf die drahtlose Übertragung.

Mancher würde sicherlich gerne auf die ein oder andere technische Rafinesse wert legen und davon seine Kaufentscheidung abhängig machen. Es gibt allerdings ein Problem:
Während Amazon auf ein eigenes Format (.azw) sowie Text (.txt) und Mobipocket (.mobi, .prc) setzt, verwendet Sony das Epub-Format oder das Adobe E-Book-Format. Somit lassen sich E-Books für einen Reader nicht auf dem anderen lesen, d.h. die Inhalte werden eine große Rolle bei der Auswahl des Readers spielen.
Nicht ausschlaggebend für die Wahl wird wohl das Rechtemanagement sein. Beide Geräte arbeiten mit Digital Rights Management, was immer wieder heftig kritisiert wird.

Quelle:
Heuzeroth, Thomas: Marktstart: Sony bringt sein Lesegerät nach Deutschland bei Welt Online
Bericht: Sony startet Digitalbuch-Lesegerät in Deutschland via heise online

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