Eine hilfreiche Spende für die Siebenbürgische Bibliothek

Die Siebenbürgische Bibliothek in Rumänien ist auf Spenden angewiesen, wie ich bereits im Dezember letzten Jahres berichtete. Die Statistik der Helfer ist lesenwert. Ca. 3000 Spender haben zum Aufbau des Stiftungskapitals der Stiftung Siebenbürgische Bibliothek bisher beigetragen. Unterstützt wird die Stiftung auch durch Heimatortsgemeinschaften (HGO), die immer wieder Spenden einwerben. Am 09.01.2010 überreichte die HOG Schönberg der Stiftung auf dem traditionellen Neujahrsempfang des Siebenbürgischen Museums auf Schloss Horneck in Gundelsheim einen Scheck über 1 000 Euro und sicherte sich somit einen Eintrag in der Stiftertafel. Bisher haben erst 31 von 130 HOGs gespendet. In diesen HOGs sind schätzungsweise 42.000 Personen vertreten. Es könnten also bereits wesentlich mehr Spenden zusammengekommen sein, zumal die Unterstützung dieser Stiftung sehr gut zu den Anliegen bzw. dem Vereinszweck einer HOG passt. Ähnlich wie bei der Erhaltung Kirchenburgen in den ehemaligen Heimatorten in Siebenbürgen ist es das Anliegen, zu bewahren, was geschaffen wurde. Das Anliegen in Bezug auf die Siebenbürgische Bibliothek geht noch darüber hinaus:

Ein kleiner Unterschied besteht darin, dass wahrscheinlich nach einer gewissen Zeit in Siebenbürgen den Besuchern – auch unseren Enkelkindern – niemand mehr erzählen wird, wer die Kirchenburgen, Dörfer und Städte wirklich gebaut hat. Wir können dies zumindest nicht mehr beeinflussen. Die gesamte Dokumentation unserer Geschichte, auch unseres Lebens in Deutschland, Österreich und anderen Regionen, kann jedoch in der Siebenbürgischen Bibliothek und dem Archiv jederzeit eingesehen werden. Dadurch können auch unsere Nachkommen nach ihrem wahren Ursprung forschen und sich als Siebenbürger Sachsen fühlen. Es wäre schade, wenn von unserer neunhundertjährigen Geschichte nichts mehr übrig bliebe.

Um dieser gewaltigen Aufgabe nachzukommen, hilft die Spende des HOG Schönberg zum Aufbau des Stiftungskapitals sehr viel weiter. Der Eintrag auf der Stiftertafel dokumentiert das Engagement auch einer verhältnismäßig kleinen und nicht sehr finanzstarken HOG und sollte andere HOGs und Interessierte motivieren, sich dieser Aktion anzuschließen und die Siebenbürgische Bibliothek zu unterstützen.

Weitere Informationen und Kontodaten finden Sie auf den Seiten des Siebenbürgen-Instituts.

Quelle:
Schnabel, Martin: Spende für die Siebenbürgische Bibliothek, via Siebenbürgische Zeitung

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Bücherspenden für Siebenbürgen

In der Siebenbürgischen Bibliothek war man auf Hilfe anderer angewiesen. Vor einem halben Jahr gab es daher einen Aufruf in der Siebenbürgischen Zeitung (Folge 10, 30. Juni, S. 10), unaufgefordert und kostenlos Medien der Bibliothek zuzuschicken. Viele Landleute und Autoren schickten von ihnen verfasste Bücher und Aufsätze aber auch noch unveröffentliche Typoskripte, Fotos, Fotoalben, Tagebücher und Aufzeichnungen zu, auch Tagebücher, Familienaufzeichnungen u.a. fanden so ihren Weg in die Bibliothek.

Im Namen aller Mit­­arbeiterinnen und Mitarbei­ter des Siebenbürgen-Instituts danke ich allen auch an dieser Stelle herzlich dafür, dass sie ihrer moralischen Pflicht, an der Pflege unserer „Nationalbiblio­thek“ in Gundelsheim teilzunehmen, aktiv und großzügig nachgekommen sind.

Neuerscheinungen werden jedoch weiterhin gebraucht. Die Mitarbeiter des Siebenbürgen-Instituts müssen die Urheber derzeit mit netten Bittschreiben persönlich um ihre Werke bitten, seien es Romane, Gedichtsbände, Kochbücher, Kalender, Musikstücke oder Filme, was Zeit und Geld kostet, wobei letzteres fehlt. Auch hier ist man auf Spenden angewiesen, um weitere Anschaffungen tätigen zu können. Der Förderverein “Freunde und Förderer” sammelt Geldmittel, entlohnt davon auber auch die Bibliotheksmitarbeiterinnen. Autoren, die ihre frisch verlegten Werke der Bibliothek schenken, entlasten nicht nur die Spender, sondern tragen ein Stück zur Archivierung des eigenen Werkes bei.

Etliche siebenbürgische Persönlichkeiten unterstützen die Bibliothek mit Sach- und Geldspenden und werben weitere Unterstützer ein. Sie haben bessere Möglichkeiten als andere Landsleute mit geringen finanziellen Mitteln. Aber auch kleine Spenden, wie beispielsweise Buchspenden oder die Spende kleiner Beträge.

Nur wenn möglichst viele, im Idealfall wenn wir alle für die Sieben­bürgische Bibliothek etwas übrig haben, wird sie „unsere“ Bibliothek bleiben können, und dar­über hinaus für Forscher aus der ganzen Welt weiterhin die aktuelle, gut gepflegte und gern besuchte Fachbibliothek für Transylvanica sein, die sie heute schon ist.

Quelle
Publikationen gespendet: Siebenbürgische Bibliothek ist auf Hilfe angewiesen via Siebenbürgische Zeitung

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