[Studie] IT und Urheberrecht verträgt sich nicht?

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.Bitkom hat im Rahmen der Auseinandersetzung um Urheberabgaben auf Geräte eine Studie zum Kopierverhalten von Verbrauchern vorgelegt. Das interessante Fazit ist:

IT-Geräte mit Kopierfunktion werden
nur selten dazu verwendet, urheberrechtlich geschütztes Material zu vervielfältigen.

Bei der Studie beachtet wurden nur die Nutzung von PCs, Scannern, Druckern, Fax- und Multifunktionsgeräten sowie Kopierern. Danach werden nur 7,6% der privaten Computer für urheberrechtliche relevante Vervielfältigungshandlungen genutzt. (Nicht enthalten – und sicherlich interessanter – ist hier die Verwendung von Brennern. Vgl. Brennerstudie 2007, Folie 19f.)

Die VG Wort meldet sich mit einer entsprechenden Presseerklärung: “Urheberrechts-Abgaben: Landgericht Düsseldorf stellt Objektivität von Industrie-Studien schon 2006 in Frage”.
Darin heißt es:

Die Auswertung des identischen Datenmaterials der zitierten Studie durch die VG WORT kam zu dem Ergebnis, dass mindestens 39 Prozent der Druckvorgänge als urheberrechtlich relevant einzustufen sind.

Interessant wie sehr die Interessenvertretungen mit ihren Meinungen auseinander liegen können. Schön, es geht mal wieder um das Thema “Geld” und da sucht auch jeder nach seinem Quentchen Vorteil. 😉

Quellen:

  • Studie soll urheberrechtliche Nutzung von IT-Geräten widerlegen via heise.de
  • Gehring, Robert A.: Streit um Bitkom-Studie zum Kopierverhalten von Verbrauchern via golem.de
  • Bezahlen ja, Rechte nein auf gulli.com
  • Aktuelle Presseerklärung der VG Wort
  • Was ist 2008 noch erlaubt – BITCOM Leitfaden zu Kopien und Downloads auf win-news.de (28.12.2007)
  • Neue Regeln für’s Brennen und Downloads Bitkom.org
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    Halb Deutschland ist im Internet

    Nach der seit 1997 jährlich durchgeführten jüngsten ARD/ZDF-Online-Studie besuchten erstmals mehr als 40 Millionen Menschen das Internet.

    Die Zahl der Nutzer sei innerhalb von zehn Jahren von 6,5 auf 62,7 Prozent gestiegen.

    Grund für den Anstieg vom letzten zum diesen Jahr wäre, dass or allem Frauen und die über 50-Jährigen das Internet für sich entdeckt hätten.

    Inzwischen sei mit 57 Prozent die Mehrheit der Nutzer weiblich. Der Anteil der Nutzer unter den 50- bis 59-Jährigen ist laut Studie von 60 Prozent im Vorjahr auf 64,2 Prozent geklettert. Mit 5,1 Millionen Menschen, die über 60 Jahre alt sind, sei diese Gruppe erstmals stärker im Netz vertreten als die 14- bis 19-Jährigen (4,9 Millionen).

    Weniger gefallen wird der Medienindustrie in einigen Punkten die Tatsache, dass die neuen und schnellen Internetzugänge die Nachfrage nach Video- und Audio-Angeboten erhöhe.

    Mittlerweile verfügen der Studie zufolge 59 Prozent der Online-Nutzer über einen Breitband-Anschluss, im Vorjahr waren es noch 48 Prozent.

    Quellen:
    ARD/ZDF-Online-Studie 2007 via BR-intern
    Studie: Erstmals mehr als 40 Millionen Deutsche im Netz via heise online

    Weiterführende Ergebnisse
    Erste Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie
    Eine ausführliche Dokumentation der ARD/ZDF-Onlinestudie wird in der August-Ausgabe der Fachzeitschrift Media Perspektiven veröffentlicht.

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    KIM-Studie 2006: Kinder und Medientechnik

    Haushalte, in denen Kinder aufwachsen, verfügen über eine sehr gute technische Ausstattung.

    Vom Fernseher (100 Prozent) über Handy (95 Prozent), CD-Player (94 Prozent), Computer (89 Prozent), DVD-Player (81 Prozent) bis hin zu Digitalkamera (57 Prozent) und MP3-Player (42 Prozent). Dies berichtet die Studie „Kinder und Medien 2006“ (KIM-Studie) des medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest.

    DVD-Player können dabei nach Selbsteinschätzung der Kinder von ihnen am besten bedient werden. Danach folgt schon das Verschicken von SMS.

    Die technische Kompetenz steigt laut Studie erwartungsgemäß mit zunehmendem Alter: So kann ein Drittel der Sechs- bis Siebenjährigen eine DVD abspielen, bei den 12- bis 13-Jährigen beherrschen dies über zwei Drittel.

    In den meisten Kinderzimmern zu finden ist der CD-Player, gefolgt vom Kassettenrekorder und dem Radio.

    Die KIM-Studie 2006 beschäftigte sich aber auch mit der Nutzung von Compuntern.
    Nach den Ergebnissen der Studie benutzen sogar 81 Prozent der Kinder zwischen sechs und 13 Jahren den Computer. Wie zu erwarten war, liegt der Anteil bei Jungen (85 %) neun Prozentpunkte höher als bei Mädchen (76 %). Bei den 12- bis 13-Jährigen nutzen mit 96 Prozent fast alle bereits einen PC.

    Der größere Anteil (54 %) sitzt nur ein- oder mehrmals pro Woche am Rechner, 16 Prozent noch seltener. Die häufigsten Nutzungsmotive sind Computerspiele, das Arbeiten für die Schule und Lernprogramme.

    Quelle:
    KIM-Studie 2006: Kinder können am besten mit dem DVD-Player umgehen via Media Infodienst
    KIM 2006 : Immer mehr Kinder werden Computernutzer via MPFS

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    Wie gut sind die Computerkenntnisse von Europas Frauen?

    Nicht einmal die Hälfte aller Frauen Europas besitzen gute Computerkenntnisse. Zu diesem Ergebnis kommt der Bitkom-Verband gestern anhand von Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat:engl: . In Deutschland hat nur die Hälfte der Frauen ab 16 Jahren mittlere bis gute Computerkenntnisse.
    Diese 51 Prozent Frauen mit guten PC-Kenntnissen reichen in Europa aber offenbar für eine Spitzenposition im EU-Vergleich aus.

    Nur in Dänemark (Spitzenreiter mit 64 Prozent), Schweden und Finnland sind die Frauen noch fitter am PC.

    Der Europäische Durchschnitt mit 41 % ist da wesenstlich geringer. Viel mehr Nachholbedarf haben allerdings die süd- und osteuropäischen Länder.

    Bitkom sieht jedoch auch in Deutschland weiteren Bildungsbedarf. “Gerade in Deutschland haben wir traditionell Probleme, junge Frauen für neue Technologien zu begeistern”, meint Verbands-Vize Jörg Menno Harms. Gerade Studiengänge und Ausbildungsberufe der Hightech-Branche benötigen gute PC-Kenntnisse.

    In Deutschland halten sich 64 Prozent der Männer für fit im Umgang mit dem Computer.

    Das mag auch an der Methode der Untersuchung liegen: Die Daten beruhen auf einer repräsentativen Umfrage, die sechs verschiedene computerbezogene Tätigkeiten unterschiedlicher Schwierigkeit abfragte. Die Befragten mussten in Interviews selbst Angaben zu ihren Fähigkeiten auf den jeweiligen Gebieten machen. Wer mindestens drei der abgefragten Tätigkeiten beherrscht, hat laut Statistik mittlere bis gute Kenntnisse.

    Diese Form der Befragung ist dann doch eher unzureichend.

    Die auch im Internet täglich vorgeführten offensichtlichen Defizite gerade männlicher PC-Experten dürften in der Studie also wenig Berücksichtigung gefunden haben.

    Da hilft wohl nur eines: Lernen, Lernen, Lernen!

    Quelle:
    Studie: Nur 41 Prozent der EU-Bürgerinnen haben gute PC-Kenntnisse via heise online

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    Informationskompetenz und Kommunikationselektronik

    Aktuelle Studienergebnisse zeigen, dass Kinder verdummen, wenn sie mit zu viel Kommunikationselektronik zugestopft werden.

    Claudia Wallner hat mit ihrer Diplomarbeit Jugend und Kommunikationselektronik eine qualitativ orientierte empirische Arbeit vorgelegt, die zum ersten Mal intensiver das Thema “Jugend und Kommunikationselektronik” bearbeitet und sich dabei auf die Motive der Eltern, ihre Kinder mit Kommunikationstechnik auszustatten, konzentriert: Die empirischen Ergebnisse sind aufs Erste überraschend. Aber sie passen doch ins Bild unserer ver-rückten Gesellschaft.

    Das Vermitteln von Medienkompetenz spielt keine Rolle im elterlichen Haushalt. Anschaffung und Besitz der Kinder zählen, was die damit tun, ist sekundär. “Haben” ist entscheidend, was Kinder mit ihren Sachen tun, bleibt weitgehend ihnen selbst überlassen.

    Quelle:
    Kollmann, Karl: Kinder und Kommunikationselektronik via telepolis

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    Europa ist auf dem besten Wege

    Die Europäische Kommission hat zur Entwicklung der Informationsgesellschaft ihren zweiten Forschungsbericht im Rahmen der i2010-Initiative vorgelegt. Der Bericht enhält die erzielten Fortschritte sowie neue Denkanstöße und zieht eine gute Billanz für das vergangene Jahr. Weiterhin werden die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) eine wichtige Antriebskraft für Wirtschaft und Innovation darstellen.

    Mehr dazu:
    i2010-Jahresbericht 2007 auf Europa.eu

    Quelle:
    Schubert, Victoria: Europa am Weg zur Informationsgesellschaft via innovations report

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    Schwarzmalen bei Verlagen

    Na, das sieht aber mal wieder nach Schwarzmalerei aus. Der kostenpflichtige elektronische Handel soll für Verlage keine Zukunft haben? Wo bitte bleibt da das Engagement der Verlage, der Servicegedanke, der Fortschrittsglaube?

    Exclusivität ist wohl ein Stichwort für die angezogenen Bremsen.
    In einer vollständig vernetzten Medienwelt, in der Informationen im Überfluss als freies Gut gehandelt werden, so die Berater, herrsche Preisverfall, je nach dem, bis auf Null.

    Ein zweites Stichwort wäre “falsche Werteinschätzung”.
    Die Consultants rechnen vor, dass ein heruntergeladener Artikel, der ein Euro (oder mehr) kosten soll, den über hundertfachen Gegenwert des gedruckten Pendants widerspiegelt.

    Zu diesem Ergebnis kommt die Studie von Timelabs:engl: , die ab Anfang März 2007 für horrendes Geld käuflich zu erwerben sein wird.

    Ein Plädoyer für Open Access könnte diese Aussage sein:
    Die zunehmende Vertikalisierung und Lokalisierung von Suchmaschinen erhöht die Verfügbarkeit kostenloser Inhalte demnach nochmals.
    Allerdings werden das die Verlage nicht so sehen wollen. 😉

    Quelle: Verlage sehen für kostenpflichtigen elektronischen Handel keine Zukunft bei Börsenblatt Online

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    Studie: Verkaufsbremse DRM

    Ganze 62 % der Musik-Labels haben sich laut einer Studie von Jupiter Research:engl: gegen DRM ausgesprochen. Insgesamt halten 54% DRM halten zudem die Kopierschutzbestimmungen für zu restriktiv. Interessante Informationen, wenn man bedenkt, dass derzeit mit allen Mitteln versucht wird, das Vertrauen in DRM-Systeme zu stärken. Zur Zeit setzen fast alle großen Musik-Anbieter noch auf ihre DRM-Maßnahmen. Vielleicht sollten sich alle, die DRM einsetzten an eine alte Weisheit erinnern: WENIGER IST MANCHMAL MEHR!

    Quelle:
    Greif, Björn: Studie: Viele Musiklabels fordern Abschaffung von DRM (ZDNet)

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