Ariadne – das frauen- und genderspezifische Wissensportal der Österreichischen Nationalbibliothek

Der „Ariadne-Faden“ leitet seit 1992 sicher durch das Labyrinth der Frauen-, feministischen und Genderforschung.

Mit freundlicher Genehmigung von Stadt Wien/Bohmann: https://inwien.at/Ariadne.19935.0.htm…


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Volltextrecherche im Internet Archive mit Open Library

Open Library ist „ein Projekt zur kollaborativen Erstellung einer auf einer bibliographischen Datenbank basierenden Online-Bibliothek. Selbsterklärtes Ziel der Open Library ist es, eine eigene Webseite für jedes bislang veröffentlichte Buch zu schaffen. In vielen Fällen wird dabei über den bibliographischen Nachweis hinaus auch der Zugang zum Digitalisat des jeweiligen Buchtitels mit hinterlegtem Volltext ermöglicht.“ (Wikipedia: Open Library)

Als Teilprojekt des Internet Archive eignet sich Open Library dabei auch für die Suche in den dort enthaltenen Beständen. Unter der Rubrik „Digitale Medien“ kann nun auch über den Karlsruher Virtuellen Katalog (KVK) im Internet Archive gesucht werden (Klaus Graf in Archivalia).

In einem früheren Beitrag habe ich bereits vorgestellt, wie mit dem Site:-Operator per Google-Suche auf die Volltexte im Internet Archive zugegriffen werden kann. Wikisource liefert hier eine gut durchdachte Variante:

site:archive.org/stream/ filetype:txt *
(Das Sternchen * im Eingabefeld muss dann nur 
durch den gewünschten Suchbegriff ersetzt 
und die Suche gestartet werden.)

Klaus Graf macht in Archivalia auf die Volltextsuche der Open Library aufmerksam. Diese möchte ich anhand des Suchbegriffs „Allmende“ vorstellen und lasse nach diesem suchen. Es erscheint eine Trefferliste mit der Kurzfassung der bibliographischen Angaben jedes gefundenen Werkes:

AllmendeA

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im folgenden verwende ich „Beiträge zur kenntnis der allmendverfassung“ von „Ahron Eliasberg“ als Beispiel. Mit einem Mausklick auf den Namen des Werkes oder Autors gelangt man zu den jeweiligen Datensätzen der Open Library. Unter den bibliographischen Angaben der Suchtreffer werden ausgewählte Fundstellen mit dem hervorgehobenen Suchbegriff angezeigt. Zwar erscheint über der Liste die Anzahl aller ermittelten Treffer, aber leider keine Anzahl der Treffer innerhalb eines bestimmten Werkes. Die hier angezeigten Fundstellen sind nicht vollständig, erst die Funktion „snippets in situ“ zeigt die einzelnen Treffer im Originalkontext:

AllmendeB

 

 

 

 

 

 

 

 

„beitrgezurkennt00eliagoog“ ist der Identifier des Items im Internet Archive, mit dem die Links zu den Metadaten und in diesem Fall zum Volltext gebildet werden:

https://archive.org/details/beitrgezurkennt00eliagoog

Der „Read“-Button mit dem Buchsymbol führt direkt zum Online-Reader des Internet Archive. Auf der Leiste zum Blättern erscheinen nun Lesezeichen für die Fundstellen im geöffneten Volltext:

AllmendeC

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit den Lesezeichen lassen sich nicht nur die einzelnen Seiten mit den Fundstellen gezielt aufrufen, sondern sie ermöglichen eine Vorschau auf die jeweilige Seite, die aber nicht vollständig ist.

Blättert man durch die Seiten im Volltext, werden die gefundenen Wörter farbig unterlegt angezeigt. Durch die hier vorgestellten Funktionen ist diese Suche zur Orientierung überaus praktisch, doch nach wie vor gilt Klaus Grafs Kommentar:

Jedes beim Internet Archive hochgeladene Buch erhält eine OCR, die bei Frakturschriften nach wie vor unbrauchbar ist und bei Antiquaschriften in der Regel auch nicht besonders gut. Dieser E-Text wird häufig von der Google-Websuche erfasst.

Für dieses Problem gibt es in Wikisource ein paar Suchtipps. Nach einigen Probeläufen halte ich die Suche mit dem Site:-Operator von Google nach wie vor für ergiebiger.


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Recherche im Internet Archive

Das Internet Archive orientiert sich an der Vision, die Gesamtheit des menschlichen Wissens allen verfügbar zu machen. Schon jetzt hat diese Vision zu bemerkenswerten Resultaten geführt. Losgelöst von der kreativen Energie, zu der diese Vision beflügelt, bleibt besonders zu klären, welcher Wissensbegriff diesem utopischen Entwurf unterliegt.

Persönlich bin ich ein großer Fan dieses Projektes und stöbere gerne ausgiebig in den digitalen Beständen. Besonders gefällt mir dabei, dass neben der Erstellung und Pflege digitaler Bestände mit der Eröffnung der physischen Sektion ebenfalls Sorge für die Erhaltung des gedruckten Buches als Kulturgut getragen wird.

Nun möchte ich kurz skizzieren, wie ich Google für die Recherche in den Beständen des Internet Archive nutze. Damit meine ich besonders die Volltext-Recherche. Google erlaubt es, die Suche auf einzelne Internetseiten zu begrenzen. Suchen möchte ich nach dem Zitat von Walter Benjamin über die Kartothek eines Wissenschaftlers, gebe also bei Google ein:

kartothek site:archive.org

„Kartothek“ ist hier mein Stichwort, „site:archive.org“ begrenzt die Suche auf die entsprechende Internetseite. Nun erscheint eine Trefferliste, bei der die gelisteten Fundstellen mit „Full text of“ beginnen. Dies sind natürlich die Fundstellen in den Volltexten. Ich klicke mit der Maus auf „Full text of „Einbahnstraße“ – Internet Archive“, weil ich weiß, dass „Einbahnstraße“ ein berühmtes Werk von Benjamin ist.

Mit dem Link gelange ich zum Volltext des Textes und kann mit meinem Browser innerhalb des Textes nach dem Stichwort „Kartothek“ suchen: Vier Treffer werden angezeigt, und die Suchfunktion meines Browsers bringt mich zum gesuchten Zitat und seinem Kontext, durch die Zeichenerkennung etwas entstellt:

(Und beute scbon ist das Buch, wie die aktuelle wissen-
scbaftlicbe Produktionsweise lehrt, eine veraltete Vermitt-
lung zwischen zwei verscbiedenen Kartothekssystemen.
Denn alles Wesentlicbe findet sich im Zettelkasten des
Forscbers, der’s verfaBte, und der Gelebrte, der darin
studiert, assimiliert es seiner eigenen Kartothek.)

Die Überschrift des Textes heißt hier: „YEREIDIQTEH BUCHERREVISOR“. Etwas weiter oben im Volltext findet sich die Seitenangabe: 26. Ganz oben über dem Volltext findet sich die Überschrift „Full text of „Einbahnstraße““ mit dem Link zum Archiveintrag. Nun kann man auf der linken Seite „Read Online“ wählen und im Reader zur Seite 26 Blättern. Die Seitenzahl bringt mich in die Nähe des Textes, wenige Seiten später treffe ich – durch die Überschrift – auf die gesuchte Stelle. Nun habe ich die bibliographischen Angaben zum gesuchten Zitat sowie einen direkten Link für Belege in digitalen Publikationen:

http://archive.org/stream/Einbahnstrae/BenjaminEinbahnstrae#page/n25/mode/2up

Hier ist die doppelseitige Ansicht ausgewählt.

Mit Hilfe von Google lassen sich so viele Treffer ermitteln, besonders was die Suche nach unselbständigen Publikationen oder besonderen Stichworten (Ortsnamen, veraltete Ausdrücke) betrifft. Aber aufgrund der Qualität der Scans und der Volltexte sollten die Suchabfragen stark variiert werden.

Die Möglichkeit direkter Links zu digitalisierten Quellen stellt einen bisher kaum gehobenen Schatz dar. Klaus Graf nutzt diese Möglichkeit direkter Online-Belege – hier ein Beispiel – in dem von ihm administrierten Gemeinschafts-Blog Archivalia.

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E-Books – Startet jetzt auch der deutsche Markt endlich?

E-Books scheinen in Deutschland seit der Frankfurter Buchmesse das Thema zu sein. Das Blog „Nachrichten für Öffentliche Bibliotheken in NRW“ berichtet:

Der Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels (MVB) hat auf der Frankfurter Buchmesse die Erweiterung der Online-Volltextsuche libreka! um einen E-Book-Shop angekündigt.

Bereits im ersten Halbjahr 2009 sollen nun über die Plattform libreka! E-Books im offenen E-Book-Format EPUB der:engl: vertrieben werden.
EPUB als Format ist eine kluge Wahl, denn:

„“EPUB“ allows publishers to produce and send a single digital publication file through distribution and offers consumers interoperability between software/hardware for unencrypted reflowable digital books and other publications.“1

E-Book-Leser von Sony-Geräten könnten damit diese Bücher herunterladen und lesen.

„Mit der Ankündigung, den Sony Reader PRS 505 ab Frühjahr 2009 zusammen mit mehreren Tausend E-Book-Titeln im deutschen Buchhandel anzubieten, haben Libri, Thalia und Sony das Rennen um das E-Book-Geschäft in Deutschland eröffnet. 2

Mit dem E-Book-Jahr 2009 scheint der erste ernsthafte Kampf um den zahlenden E-Book-Kunden auszubrechen. Zum ersten Mal kann man glauben, dass sich das E-Book mit den immer besser werdenden Lesegeräten zumindest in den technikaffinen Bereichen der Gesellschaft durchzusetzen vermag.
Fußnoten

  1. International Digital Publishing Forum (IDPF):engl: []
  2. Das E-Book-Rennen im Buchhandel ist eröffnet via Börsenblatt.net []

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„Wir feiern das E-Book“

Springer Science + Business Media hat via einer Umfrage in fünf Universitätsbibliotheken Aussagen zum Nutzungsverhalten von digitalen Büchern in Forschung und Wissenschaft gesammelt.

E-Books spielen sicherlich in einigen wissenschaftlichen Bereichen eine zunehmende Rolle. Schneller Zugriff, Copy&Paste, bessere Durchsuchbarkeit… Das wissenschaftliche E-Book ist in der Zwischenzeit beim Nutzer angekommen, so teil der Verlag mit. Fast als Bestätigung kann man sehen, dass eine Nutzung vor allem im Forschungs- und Studienumfeld zu finden ist. Es gibt nur wenige Leute in meinem privaten Umfeld, die überhaupt darüber nachdenken, sich ein E-Book-Roman zu besorgen, da hier eine wichtige Rolle das Lesevergnügen spielt, dass nun so gar nicht am PC ihrer Meinung nach zu finden ist. Dem schließe ich mich in der momentanen Situation an.

Die Vorteile, die bei der Umfrage genannt worden sind, kommen einem auch nur altbekannt vor:

  • Online-Bücher stehen einem rund um die Uhr zur Verfügung
  • Praktisch ist eine Volltextsuche
  • Vorteilhaft ist auch der leichte Zugriff auf Informationen. Man hat sie immer mit dem Laptop dabei.

Bestätigt werden auch gerne noch die alten Nachteile:

  • Es fällt schwer, Bücher am Bildschirm zu lesen.
  • Bevorzugt werden noch immer herkömmliche gedruckte Bücher.

Dies ließ sich stichprobenartig international nachweisen, denn befragt wurden die University of Illinois in Urbana-Champaign, die University of Turku in Finnland, das Centre for Mathematics and Computer Science (CWI) Amsterdam der Niederlande, die Universität Münster, Deutschland und die JRD Tata Memorial Library, Indian Institute of Science, Bangalore, Indien.

Schade, dass hier nicht noch eine genauere Unterscheidung gemacht wird zwischen sowieso stark Technik-Informatik-lastigen Studienfächern und geisteswissenschaftlichen, buchabhängigen Wissenschaften.

Und bei all der Feierei, wie toll das E-Book ist, wird verschwiegen, welche Probleme bestehen. Einerseits sind E-Books in Bibliotheken keineswegs gut erschlossen und keineswegs problemfrei zu nutzen. Da sind u.a. auch die starken Nutzungseinschränkungen durch das Digital Rights Enforcement zu nennen. Wenn elektronische Bücher letztendlich nur wie gedruckte Bücher zu nutzen sind oder noch eingeschränkter, weil man sie nicht entleihen oder wichtige Bereiche in Auszügen kopieren kann, ist es verständlich, dass Nutzer darin keinen Vorteil für sich entdecken. Wie erklären sich sonst Reaktionen, dass nach der Fernleihe eines gedruckten Buches verlangt wird, wenn das elektronische, welches sicherlich einige Vorteile bietet, vorhanden ist. Klar, der Nutzer sagte, es ist für ihn nicht verfügbar, wenn er seine Diplomarbeit Zuhause schreibt und er nicht in die besitzende Bibliothek fahren kann.

Quellen:
eBooks punkten mit Volltextsuche:x: via Börsenblatt online
eBooks – The End User Perspective:x: :engl: :pdf:


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Googles Volltextsuche auf Verlagsseiten

Google ermöglicht seit gestern seinen Verlagspartnern den Einsatz der Google Buchsuche direkt von den Verlagsseiten aus. Dabei können die Verlage die Volltextsuche gezielt einsetzen, um ihren Kunden die Suche nach mehr Büchern im Internet zu erleichtern.

Die Ergebnisseiten sind kostenlos und werden von Google gehostet, teilt das Unternehmen mit. Verlage können die Suche nur auf die Titel beschränken, die sie selber innerhalb der Google Buchsuche anbieten. Außerdem könnten Verlage mittels des „Dieses Buch kaufen“-Links, der auf ihre Online-Shops führt, aus nach Büchern stöbernden Internetnutzern Kunden machen.

Die Verlage McGraw-Hill, Cambridge University Press, Transaction Publishers und Seven Stories haben das Feature bereits integriert.

via Börsenblatt Online


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Online in Büchern blättern

Die beiden US-amerikanischen Großverlage Random House und HarperCollins erlauben ab sofort, online in ihren Büchern zu blättern. Dabei nutzen sie nicht Angebote von Google oder Amazon, sonder sie bieten diese Möglichkeit selbst an. Das ist ein wunderbares Angebot. Fraglich ist allderings, wie hoch die Schranken für den Zugriff sind.

Mehr noch, frei nach dem Motto „Wenn schon, dann aber richtig“ bieten beide Verlage auch die Möglichkeit an, die Buchinhalte in Social-Networking-Seiten wie etwa MySpace einzubinden. Auf dass der Kunde sich zum besten Werber für das Produkt entwickele.

Quelle:
Patalong, Frank: Online lesen erlaubt in Spiegel online

Mehr dazu:
Browse&Search:engl: von Randomhouse.


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