[Adventskalender] 16.12.2019 – Adolf Kußmaul

Adolf Kußmaul (* 22. Februar 1822 in Graben bei Karlsruhe; † 28. Mai 1902 in Heidelberg) gemeinfrei seit 1973.

Weihnacht-Abend in Wien.

Adolf Kußmaul via Wikimedia Commons


Wir verabredeten uns mit einigen Bekannten, Dr. Julins Geinitz aus Altenburg, Dr. Friedrich Wieger aus Straßburg, u. A., den Weihnachtabend zusammen zuzubringen. — Geinitz, ein geschickter Chirurg, ließ sich bald nachher in seiner Vaterstadt nieder und hat dort mehr Blasensteinschnitte gemacht, als die meisten deutschen Chirurgen, denn nirgends in Deutschland kommen Blasensteine häufiger vor, als bei den Bauern des Herzogtums Sachsen-Altenburg1). Wieger ist 1876 mein Kollege an der neu errichteten Kaiser-Wilhelms-Universität in Straßburg geworden. — Als Ort unsrer Zusammenkunft bestimmten wir das Weinhaus des kaiserl. Hoflieferanten Leidenfrost in der Altstadt.

Ehe wir uns zu unsern Bekannten begaben, beschlossen Bronner und ich,unsre Hauswirtin aufzusuchen, eine artige Wienerin, die uns viele Gefälligkeiten erwiesen hatte, um sie zu fragen, womit wir ihrem Töchterchen, einem lieben Kinde von 6—7 Jahren, Freude machen könnten, wir wollten ihm ein Andenken unter den Christbaum legen. Sie empfing uns mit betrübter Miene, ihr Mann wolle nichts vom Christbaum und von Bescherung überhaupt wissen, er stamme aus dem Reich, aus der Gegend von Walldürn, war somit ein Landsmann von uns, und behaupte, bei ihm zu Hause würfen die Leute nicht so unnötig das Geld zum Fenster hinaus. Sie hätte ihrem Kinde eine Puppe, eine „Gretel”, bescheren wollen, er aber gebe es nicht zu.

Wir schämten uns des filzigen Landsmannes, gingen eilends fort und trieben, um die Ehre unsrer badischen Heimat zu retten, einen schönen Christbaum auf, kauften das nötige Zubehör und eine niedliche Puppe. Nachdem wir unsre Schätze heimgebracht, riefen wir die Mutter und baten sie, uns den Baum schmücken zu helfen. Mit zitternden Händen, Thränen in den Augen, stand sie uns bei, die Lichter wurden angezündet und geklingelt. Das Kind kam schüchtern herein, zuerst sprachlos vor Staunen über den leuchtenden Baum, als wir ihr aber die Puppe zeigten, die ihr beschert war, stürzte sie darauf zu und drückte sie fest an ihre Brust mit dem Schrei: „a Gretel! a Gretel!” Der Alte war hinter ihr hereingekommen und lachte mit dem ganzen breiten Gesichte. Wir ermahnten ihn, sich zu bessern und in Zukunft weniger filzig zu sein.

Vergnügt, als hätten wir die schönste Bescherung in der Heimat mit den Unsrigen gefeiert, gingen wir zu unsern Bekannten und tranken „türkischen” Wein, Negodiner aus Serbien, das damals noch zur Türkei gehörte; erst viele Jahre nachher habe ich diesen guten Wein wieder gekostet in Belgrad, das inzwischen Hauptstadt des Königreichs Serbien geworden war.

Quelle:

Kussmaul, Adolf: Jugenderinnerungen eines alten Arztes. — Stuttgart, 1899. S. 384385. Digitalisat: Heidelberger historische Bestände – digital, DOI: https://doi.org/10.11588/diglit.15258

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  1. Vgl. I. Geinitz, Ueber die Steinkrankheit im Altenburgischen. Deutsche Klinik, 1858. []

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Wien bekommt eine neue Bibliothek der Dinge

Du baust ein Bett, hast aber keine Bohrmaschine? Feierst eine Party, besitzt aber keine Soundanlage? Fährst in den Urlaub, aber dir fehlt ein Zelt? Kein Problem! Im Leihladen kannst du all das und noch mehr ausleihen! Also warum teuer anschaffen, wenn du die Dinge auch günstig leihen kannst? Hilf uns jetzt, die Bibliothek der Dinge an einem neuen, zentralen Standort zu realisieren!

Ziel ist es, im Herbst diesen Jahres von einem Außenbezirk Wiens direkt ins Zentrum zu ziehen und an einem zentraleren, öffentlich gut angebundenen Standort neu aufzumachen. Erfahrungen aus vier Jahren besitzt die Bibliothek der Dinge bereits. Derzeit kann man über 600 Dinge gegen eine geringe Gebühr ausleihen. Das Angebot hat zahlreiche Preise gewonnen und über 1.000 Verleihvorgänge durchgeführt.

Hilf uns jetzt, Leihen statt Kaufen zu einer besseren Alternative zu machen und ein professionelles Angebot dafür zu schaffen!

Die Bibliothek der Dinge “Leila” ist auf Crowdfunding angewiesen. Der angestrebte Betrag wurde bereits erreicht.

Mit dem Fundraising will man folgende Dinge realisieren:

  • längere Öffnungszeiten (min. 25h/Woche)
  • hochwertigere Gegenstände (z.B. Profiwerkzeug oder richtig gute Zelte)
  • Website mit Online-Verzeichnis aller Gegenstände inkl. Verfügbarkeitsanzeige und Reservierungsoption
  • noch mehr Beratung und Events (z.B. Repaircafés und Kleidertauschparties)
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Ariadne – das frauen- und genderspezifische Wissensportal der Österreichischen Nationalbibliothek

Der „Ariadne-Faden“ leitet seit 1992 sicher durch das Labyrinth der Frauen-, feministischen und Genderforschung.

Mit freundlicher Genehmigung von Stadt Wien/Bohmann: https://inwien.at/Ariadne.19935.0.htm…

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Music by J.S.Bach: Suite for Cello Solo No.2 in D minor, BWV 1008 – Transcribed for Viola: 3. Courante

Viola performance by Katarzyna Karcz
Directed by Bernhard Wenger
Concept by Michael Podogil

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Die größten bibliophilen Schätze Österreichs werden in der Nationalbibliothek in der Hofburg aufbewahrt. Kaiser Karl VI. veranlasste 1723 bis 1726 den Bau, nach Plänen des Hofarchitekten Johann Bernhard Fischer von Erlach.

Bayerischer Rundfunk: br.de/wien
Autor: Till Rüger

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Die Poetry Slammer Concerto Crystall und Klaus Lederwasch sind mit dabei und erklären, worum es geht.

Eine Aktion des Büchereiverbandes Österreichs mit Unterstützung des Bundeskanzleramtes
Gedreht in der Hauptbücherei am Gürtel (Wien)
Kamera/Schnitt/Ton: Andreas Lochmatter (BVÖ)
Handkamera: Christian Enzlmüller
Eine Produktion des Büchereiverbandes Österreich 2015
Musik:
06 chilguin post 78 hour skratch sesion
by the skratchlords is licensed under a
Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 4.0 License.

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Das Library & Learning Center der neuen Wirtschaftsuniversität Wien wurde von der Stararchitektin Zaha Hadid entwickelt. Die Architekten gewannen 2014 den RIBA European Award. Die Jury begründete ihren Schritt wie folgt:

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Zaha Hadid_Sensuous Worlds Campus WU_LC from BOA on Vimeo.
(Erstmals bibliothekarisch auf dem VÖBBLOG gepostet)

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Kamera/Schnitt/Ton: Andreas Lochmatter (BVÖ)
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http://www.bvoe.at
http://www.wirlesen.org
http://www.facebook.com/wirlesen.org

Musik: “Sweeter Vermouth” Kevin MacLeod (incompetech.com)
Licensed under Creative Commons: By Attribution 3.0
http://creativecommons.org/licenses/b…

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Was man an der Universitätsbibliothek Wien alles braucht, um einen Benutzerausweis zu bekommen. Film der Projektgruppe me@lib des Universitätslehrganges Library and Information Studies.

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