Heute auf Kulturradio: “Bibliotheken öffnen Welten” – wenn sie nicht geschlossen werden.

Heute wird das rbb Kulturradio um 17:04 Uhr in der ZEITPUNKTE-DEBATTE ein Gespräch zum folgenden Thema senden:
“Bibliotheken öffnen Welten” – wenn sie nicht geschlossen werden. Zur Situation der Stadtteilbibliotheken in Berlin.
Hierzu sollen unter anderem folgende Fragen beantwortet werden:
Arm, aber beliebt – Welche Lösungswege gibt es, um mit Geld- und Personalknappheit in den Berliner Stadtteil-Bibliotheken umzugehen? Werden die Stadtbezirke vom Senat unterstützt oder allein gelassen? Wäre ein Bibliotheksgesetz hilfreich, und wenn ja, warum hat Berlin keines? Und: Gräbt der geplante Neubau der Stadt- und Landesbibliothek auf dem umstrittenen Tempelhofer Feld den kleinen Häusern das Wasser ab?
TeilnehmerInnen der Gesprächsrunde sind
– Jutta Kaddatz, Bezirksstadträtin Tempelhof-Schöneberg,
– Stefan Rogge, Vorsitzender des DBV Landesverbandes,
– Frauke Mahrt-Thomsen, Arbeitskreis Kritische Bibliothek. [http://www.kribiblio.de/]
Moderatorin: Manuela Reichart
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Imagefilm für die neue Zentrale Landesbibliothek Berlin

Im ersten Moment dachte ich super, ein Film, warum Berlin eine Bibliothek auf dem Tempelhofer Feld benötigt und dass man dafür Berliner zu Wort kommen lässt, noch besser, besonders da die Diskussion und somit auch die Politik zunehmend Abstand von einem Neubau an dieser Stelle nehmen. Stichwort hier: kein Geld für Kultur oder übertriebene Baupläne. Natürlich hängt viel davon ab, die Berliner Bürger zu überzeugen, die am 25. Mai in einem Volksentscheid über die Bebauung des Tempelhofer Feldes entscheiden sollen. Jetzt, einen Augenblick, nachdem ich den Film gesehen und habe sacken lassen, bin ich weniger begeistert. Es handelt sich um einen Kinotrailer, der von der ZLB geschaltet wird, und er ist also auf ein großes Publikum ausgelegt.
In der Info zum Film heißt es:

Eine Bibliothek am Tempelhofer Feld – das wollen viele. Unser Film sagt, warum.

Was ist richtig. Man lässt die Nutzer sprechen. Es geht um Emotionen, wenn offensichtlich andere Argumente kein Pro für die Bibliothek schaffen können. Aber sind hier Emotionen genug? Ich habe den Film gesehen und fühlte mich vom Duktus an die Werbung für den Amazon Kindle Paperwhite erinnert. Ist es das, was man will? Bibliothek = Amazon Kindle-Feeling? Oder geht es um mehr?
Einmal fällt der Begriff: neuer Kulturort. Das hätte ich wichtiger gefunden, die Bibliothek als Kulturort schon jetzt erfahrbar zu machen, etwas das möglich werden wird, wenn der Neubau kommt, als ein lebendiger Raum und Treffpunkt. Dies geht unter bei den Statements der befragten Nutzer, die alle sehr stark nach gecasteten Models aussehen. Aber verschaffen Sie sich selbst einen Eindruck.

Wie glattgeschliffen und weniger ehrlich dieser Film jetzt wirkt, merkt man auch, wenn man sich die Version vom letzten Jahr ansieht. An dieser Stelle sei nochmal auf den kritischen Beitrag von Wolfgang hingewiesen, den dieser am 04.April 2013 hier im Blog veröffentlicht hat (mit entsprechenden Videos).

Mehr Filme der (Stiftung) ZLB zur Unterstützung eines Neubaus finden sich in ihrem YouTube-Kanal. Dort kommen viele prominente Befürworter zu Wort.
Mehr Informationen auch im Neubbaublog der ZLB

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Was wünschen sich die Nutzerinnen und Nutzer von einem Neubau der Zentral- und Landesbibliothek Berlin?

Am Tempelhofer Feld ist ein Neubau der Zentral- und Landesbibliothek Berlin geplant. Doch ist das wirklich der richtige Standort? Wie lange wird es noch dauern, bis endlich mit den Bauarbeiten begonnen wird. Mehr hierzu findet sich auf der folgenden Webseite: www.zlb.de/ueber_uns/neubauprojekt

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BIBLIOTHEKSDIENST, Open Access und #newLIS

Der BIBLIOTHEKSDIENST, der bisher von der Zentralen Landesbibliothek Berlin verlegerisch und redaktionell betreut wurde, ist ab 2013 eine Zeitschrift des de Gruyter-Verlages. Wie hier berichtet, wurde dies von vielen BibliothekarInnen kritisch gesehen.

Der Bibliothek & Information Deutschland (BID), der Dachverband der Institutionen- und Personalverbände des Bibliothekswesens, der Verbände des Informationswesens und zentraler Einrichtungen der Kulturförderung in Deutschland, sah sich nun genötigt, eine Stellungnahme zu diesem Sachverhalt zu veröffentlichen. Darin heißt es:

Zwischen dem von der ZLB herausgegebenen BIBLIOTHEKSDIENST und der BID bestehen keine wirtschaftlichen oder rechtlichen Verbindungen. Insbesondere kam und kommt BID kein Entscheidungs- oder Mitspracherecht bei verlegerischen oder Herausgeberfragen zu. Die Stellung des BIBLIOTHEKSDIENSTES als Organ von BID besteht darin, dass er die Berichte, Stellungnahmen und Nachrichten von BID veröffentlicht.

So war man zwar über die Entscheidung der ZLB informiert, die Aufgabe den BIBLIOTHEKSDIENST herauszugeben, an einen Verlag zu übertragen, jedoch habe man keinen Einfluss darauf gehabt. Jedoch ist in dem kurzen Statement des BID Open Access kein Thema. Dies ist meiner Meinung nach enttäuschend, zumal damit ein Teil der Kritik an diesem Wechsel komplett ignoriert wird. Auch eine Stellungnahme der ZLB zu diesem Vorgang wird noch immer vermisst.

Dabei formiert sich eine Bewegung, die Open Access für Zeitschriften der Library & Information Science (LIS) nicht nur fordert, sondern auch umsetzen möchte. Zum “Projekt newLIS” können Sie sich im Etherpad (annonym, ohne Anmeldung) und im Wiki (mit Liste der Blogbeiträge) nicht nur informieren, sondern Sie können an dieser Stelle ohne große Hürden mitdiskutieren.

Die Gestaltung einer LIS-Zeitschrift, die in offener Form publiziert und über Open Access zugänglich gemacht wird, nimmt Fahrt auf. So verspricht sich Prof. Rudolf Mumenthaler eine aktive Beteiligung der HTW Chur und macht sich stark für eine weiterführende Face-to-face-Diskussion auf verschiedenen Veranstaltungen.

Unter anderem stellen sich folgende Fragen:

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Berlin soll eine Metropolen-Bibliothek bekommen

Lange wurde um ihn gerungen: den Neubau der Zentral- und Landesbibliothek auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof. Nun scheint das Vorhaben durch die mögliche rot-schwarze Koalition in Berlin immer konkreter zu werden. Die CDU, die in ihren Wahlprüfsteinen noch gegen einen Neubau und für eine Sanierung der bestehenden Gebäude der Zentral- und Landesbibliothek eingetreten war, kann sich nun mit dem “Lieblingsprojekt des regierenden Bürgermeisters” anfreunden:

Am Rand des Tempelhofer Feldes, ganz in der Nähe des S- und U-Bahnhofs, soll eine „Metropolen-Bibliothek“ entstehen. Für alle Altersklassen und Bildungsschichten, mit einem breiten Angebot traditioneller und neuer Medien, ein Ort der Kommunikation, des Lernens und der Begegnung. Vorbilder sind beispielsweise die Zentralbibliotheken in Amsterdam, Singapur, Seattle und Birmingham. (Tagesspiegel)

Zunächst wird aber natürlich noch geprüft, ob bei den Bau- und Planungskosten in Höhe von ca. 250 Mio. Euro Einsparmöglichkeiten bestehen. Wenn es nach der ZLB-Generaldirektorin Claudia Lux ginge, könnte es sofort losgehen, erste Bauentwürfe sind bereits mit mehreren Hochschulen entstanden, einen offiziellen Architekturwettbewerb wird es natürlich trotzdem geben.

Im zehnten Anlauf seit 1989 könnte es also klappen, dass die Berliner Landesbibliothek ein neues Domizil erhält. (Tagesspiegel)

Schauen wir mal, sprach der Blinde…

Quellen:
Metropolen-Bibliothek soll 2016 fertig sein, Tagesspiegel.de
Einigung bei Bibliotheksneubau und Hauptstadtflughafen, Berliner-Zeitung.de

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[Kurz] Gestern gab die Berliner Zentral- und Landesbibliothek Bücher an die Jüdische Gemeinde Berlin zurück

Gestern wurde im Beisein des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Kulturstaatsminister Bernd Neumann (MdB) 13 Bücher von der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) an die Jüdische Gemeinde Berlin restituiert, die ihr während der Zeit des Nationalsozialismus geraubt wurden. Eine äußerst späte Rückgabe könnte hier der Leser vermuten. Doch bis vor wenigen Jahren war nicht bekannt, dass diese zu  unrechtmäßig in ihren Bestand gelangte Werke überhaupt der Jüdischen Gemeinde gehören. Erst durch ein Forschungsprojekt konnten diese identifiziert werden. Verdienste hat sich hierbei die Arbeitsstelle für Provenienzrecherche/-forschung (AfP) erwiesen, da sie die Herkunft der Bücher feststellen konnte.

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Sturm gegen einen Neubau für die Berliner Landesbibliothek

Der Kolumnist Gunnar Schupelius vertrat gestern die Meinung, dass die Landesbibliothek von Berlin kein neues Gebäude benötigt. Grundlage seiner Debatte ist, dass der Regierende Bürgermeister, Klaus Wowereit, in einem Schreiben an das Berliner Abgeordnetenhaust mitteilt, dass der Neubbau der Landesbibliothek finanziell nicht gesichert ist und sich deshalb wahrscheinlich bis 2014 verschoben wird. Der Bürgermeister favorisiert dafür ein neues Gebäude auf dem Flugfeld Tempelhof, welches 270 Millionen kosten soll und dem endlich die Amerika-Gedenkbibliothek und die Stadtbibliothek sowie die Senatsbibliothek eine gemeinsame Heimat finden sollen. Grund laut Wowereit sei eine fehlende zeitgemäße Ausstattung der Leseplätze, Klimaanlagen, die nicht ganz in Ordnung sind und die Bedienzeiten einfach zu lange dauerten, weil beispielsweise Bücher von A nach B nach C und zurück transportiert werden müssen.

Das sei doch nicht der Rede wert. Passend bringt er andere Dinge, die doch viel dringender seien als eine Bibliothek. Schupelius zieht nun das Register der armen Kinder in Grundschulen und Gymnasien von Berlin, deren Toiletten wohl ähnlich denen der Stadtbibliothek nicht zeitgemäß ausgestattet seien und wo es stinkt. Erst müssten die Schulen an die Reihe kommen, bevor sich Wowereit und die Stadt Gedanken über eine neue Landesbibliothek machen dürften.

Und jetzt wird die Rechnung erst recht aufgemacht. Die Berliner Universitätsbibliotheken hätten in den letzten sieben Jahren vier neue Bibliotheksbauten erhalten und das Gebäude der Staatsbibliothek zu Berlin Unter den Linden würde auch schon seit zehn Jahren restauriert. Zudem gibt es auch in jedem Bezirk eine Stadtteilbibliothek. Schlussfolgerung, jeder der lesen will, kann dies überall in Berlin tun. Also, sollte die Stadt, die 65 Milliarden Euro Schulden hat, sparen. Es sei jedem, der lesen will, zumutbar, in der AGB zu sitzen, auch wenn die Klimaanlage nicht funktioniert und das bißchen Warten auf ein Buch wäre die 270 Millionen Euro für einen Neubau auf dem Flugfeld von Tempelhof nicht wert, die zumal nicht zur Verfügung stehen. Daher forderte er:

Streichen Sie diesen Plan, Herr Wowereit!

Bei der mitgelieferten Umfrage sprachen sich ca. 80 Prozent für die Meinung von Herrn Schupelius aus. Heute wurde die Kolumne von Schupelius gleich nochmal als Artikel hinterhergeschoben. Und ein weiteres Mal gaben sie die Telefonnummer und eine E-Mail-Adresse an, wo man mit diesem Kolumnisten des Axel-Springer-Verlages Kontakt aufnehmen soll. Ich gebe sie hier mal weiter:

Rufen Sie an: (030) 2591 73153 oder Mail:
gunnar.schupelius@axelspringer.de

Ich hätte da auch noch einen Vorschlag, der sicherlich auf Dauer weitere Millionen einsparen könnte. Augsburg und das Land Bayern zeigen, wie es geht. Schaffen Sie einen Innovationsstau, bis die Kosten zur Beseitigung so hoch sind, dass eine Zerschlagung der Bibliothek kostengünstiger zu sein scheint als die Beseitigung der Mängel zur rechten Zeit. Auf Dauer spart man da viele Gehälter, Neuerwerbungsetats… :ruhig:

Ja, Schulen sind wichtig und müssen zeitgemäß ausgestattet werden. Bibliotheken jedoch stehen allen Alters- und Zielgruppen, nicht nur Schülern für ein lebenlanges Lernen offen. Die AGB, Stadt- und Senatsbibliothek sind beste Beispiele dafür. Ja, es gibt Stadtteilbibliotheken in jedem Bezirk, aber deren Ausstattung und Raumangebot entspricht auch nicht immer dem, was der jeweilige Stadtteil benötigt, ganz zu schweigen von den dort bestehenden Platzproblemen. Auch die drei Landesteilbibliotheken haben mit Problemen in Bezug auf die Barrierefreiheit zu kämpfen. Mit einem Gebäude, dass allen Anforderungen entspricht – Barrierefreiheit, den Anforderungen an neue Lernkonzepte, etc. – wird den Bedürfnissen aller Altersschichten der Berliner Rechnung getragen.

Quelle:
Schupelius, Gunnar: Schlechter Plan : 270 Mio. für Bibliothek in Tempelhof, BZ
Schupelius, Gunnar: Mein Ärger : Der gerechte Zorn von Gunnar Schupelius – Berlin braucht keine neue Landesbibliothek, BZ

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[Veranstaltungshinweis] Die Zukunft: wie der Wissens-Tsunami bewältigt wird

Heute findet in der ZLB eine sehr interessante Veranstaltung in der ZLB Berlin statt.

19.00 Uhr; Haus Berliner Stadtbibliothek
Ribbeck-Haus
Breite Str. 36, 10178 Berlin-Mitte/Berlin-Saal

Moderiert von Frau Prof. Claudia Lux diskutieren heute Dr. Klaus Ceynowa (Stellvertreter des Generaldirektors der Bayerischen Staatsbibliothek), Susanne Metz (Amtsleiterin der Stadtbibliothek Friedrichshain-Kreuzberg), Prof. Dr. Stefan Gradmann (Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin) sowie Dr. Hannelore Vogt (Leiterin der Stadtbibliothek Köln) zum Thema: Die Zukunft der Bibliotheken – wie der Wissens-Tsunami bewältigt wird

Bitte melden Sie sich unter www.bwg-ev.net/events/ an.

Mehr Informationen unter:
Die Zukunft der Bibliotheken – wie der Wissens-Tsunami bewältigt wird via Zentral- und Landesbibliothek Berlin

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